5G für automatisiertes und vernetztes Fahren

Ein weiteres Projekt auf dem von Bundesverkehrsminister Dobrindt eingerichteten "Digitalen Testfeld Autobahn" startet: Im Rahmen des Projekts "5G-ConnectedMobility" wird auf einem rund 30 Kilometer langen Streckenabschnitt der Autobahn A 9 zwischen Nürnberg-Feucht und Greding ein 5G-Test-Netzwerk installiert

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
15.11.2016, 13:30 Uhr

Damit sollen konkrete Anwendungen des automatisierten und vernetzten Fahrens erprobt werden, etwa neue Methoden zur Übermittlung von Verkehrsinformationen und für eine herstellerübergreifende Verkehrssteuerung.
Der Mobilfunkstandard 5G soll die direkte Datenkommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur in Echtzeit ermöglichen. Im Rahmen des Projekts sollen Echtzeit-Anwendungen auch unter extremen Netzwerklasten und bei hohen Reisegeschwindigkeiten unter realen Versuchsbedingungen getestet werden.
Industrieübergreifendes Konsortium
Die Standorte für die Mobilfunk-Infrastruktur (u.a. Funkmasten) werden von der Autobahndirektion Nordbayern, der Deutschen Bahn und den Netzbetreibern zur Verfügung gestellt. Umgesetzt wird das Projekt vom Unternehmen Ericsson, das dafür ein industrieübergreifendes Konsortium gebildet hat. Mitglieder des "5G-ConnectedMobility"-Projektes sind Ericsson, die BMW Group, die Deutsche Bahn, alle drei Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone, das 5G Lab Germany an der TU Dresden sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen und die Bundesnetzagentur. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie die Bayerische Straßenbauverwaltung (Autobahndirektion Nordbayern) unterstützen das Projekt.