Ab 2007 GEZ-Gebühren für Handys

Nun ist es beschlossene Sache: Ab dem 1.1.2007 wollen die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten eine Rundfunkgebühr nicht nur für Fernseher und Radio, sondern auch für internetfähige Computer sowie UMTS-Handys erheben. Allerdings müssen die Bundesländer dem Beschluss noch zustimmen.  

Handytarife vergleichen© Viktor Hanacek / picjumbo.com
13.09.2006, 12:23 Uhr

Die Kassen sind leer und die Sender hoffen auf einen neuen Geldsegen, wenn demnächst insbesondere auch Unternehmer und Selbstständige zur Kasse gebeten werden, die bislang lediglich für den heimischen Fernseher Gebühren bezahlt haben und nun auch für Büro-PC und UMTS-Handy in die Tasche greifen sollen.
Die neue GEZ-Gebühr soll, im Gegensatz zu den derzeitigen 17,03 Euro für Privathaushalte, bei 5,52 Euro liegen. Der Branchenverband BITKOM kritisiert die Einführung der Zwangsabgabe und befürchtet, diese könne langfristig auf den Normal-Betrag von 17,03 Euro angehoben werden. Bei einem PC, der vier Jahre lang genutzt wird, würden in dieser Zeit mehr als 800 Euro Gebühren auflaufen - fast soviel wie der durchschnittliche Netto-Kaufpreis. Bleibt es bei dem Radio-Tarif für Internet-PCs, werden in diesem Zeitraum immerhin 265 Euro fällig.
Der Verband forderte die Ministerpräsidenten der Länder auf, die GEZ-Pläne zu stoppen, ohne die Zustimmung der Bundesländer wird die Regelung nicht wirksam.