Abbau der Handysubventionen

Mobilfunkbetreiber T-Mobile sieht sich bei seinen Bemühungen zur Kostensenkung und Stärkung der Ertragskraft bislang voll im Plan. „Wir sind auf einem sehr guten Weg, unsere Ziele zu erfüllen", sagte der Deutschland-Chef der Deutsche-Telekom-Tochter, Timotheus Höttges, dem "Handelsblatt". "Wir fahren nicht nur kontinuierlich die Handysubventionen herunter, sondern haben im zweiten Quartal auch damit begonnen, intern an vielen Stellen unsere Kosten zu senken", erläuterte er.

Smartphone im Café© Drobot Dean / Fotolia.com
15.10.2004, 12:25 Uhr

Dazu seien die Kosten für Informationstechnik und Werbung gesenkt worden. In diesem Jahr sei bereits ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag eingespart worden, zitiert die Zeitung Höttges.
T-Mobile hatte eine weitere Senkung der üblichen Vergünstigungen für Handys angekündigt. Auch die kleineren Anbieter E-Plus und O2 wollen die Rabatte für Neu- und Bestandskunden senken, um ihre Ertragskraft zu stärken. Nebenwirkung für T-Mobile ist, dass Bestands- und potenzielle Neukunden sich für einen anderen Anbieter entscheiden. Hauptziel ist und bleibt aus Sicht von T-Mobile die Umsatzführerschaft.
Künftig sollen die vor allem in Form von preisreduzierten Handys gewährten Subventionen an den Umsatz der Kunden gekoppelt werden, womit der drittgrößte Anbieter E-Plus bereits vor Monaten begonnen hatte. Für die im Frühjahr eingeführten Tarifpakete entscheidet sich nach Höttges Worten inzwischen jeder zweite Kunde. Damit nutzen rund eine Million Kunden die Tarife, bei denen sie für eine Pauschale eine bestimmte Anzahl an Verbindungsminuten erhalten. Durchschnittlich erwirtschaftet T-Mobile pro Kunde einen Umsatz von 23 Euro.