Ablenkung durch Handy im Auto: Was dagegen tun?

Die Entwicklung moderner Kommunikationsmittel befindet sich auf der Überholspur. Weitreichende Nutzungsmöglichkeiten von Smartphones locken auch Verkehrsteilnehmer. Mobiles Internet ermöglicht neben dem Telefonieren auch unterwegs Zugriff auf Webinhalte, E-Mails, Apps oder soziale Netzwerke – nicht ohne Gefahr.

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29.01.2015, 12:40 Uhr

Das Gefährdungspotenzial wird vom Fahrer, der die Anwendungsvielfalt während der Fahrt nutzt, ausgeblendet. In der Annahme, die Verkehrssituation im Griff zu haben und bei dem verbotenen Smartphone-Gebrauchim Auto zudem nur einem geringen Entdeckungsrisiko ausgesetzt zu sein, lenkt er die Aufmerksamkeit weg von der Straße hin zum Gerät – bis zum Unfall.
Während man in den USA jährlich über 3.000 Unfalltote durch „Ablenkung mittels Smartphone-Nutzung“ beklagt, liegen valide Unfallzahlen im Zusammenhang mit der Nutzung moderner Kommunikationstechniken für Deutschland noch nicht vor.
Derzeit diskutiert der 53. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar darüber, welche vorbeugenden Maßnahmen Erfolg versprechend sind, um dem Ablenkungsanreiz entgegenzusteuern, welche Kontroll-und Ahndungsmechanismen der Verkehrssicherheit dienen und welche tatsächlichen und rechtlichen Möglichkeiten bestehen, um aussagekräftige Zahlen zu gewinnen.
Währenddessen gibt es im Internet bereits entsprechende Ansätze für eine Datenbasis: Auf Web-Portalen wie beispielsweise fahrerbewertung.de kann man in Statistiken einsehen, welche Vergehen am häufigsten auftreten und in welchen Kfz-Kennzeichen-Bezirken.