Achtung Kurzschluss: Handys bei Hitze

Ob im Freibad, im Park, in der Stadt oder im Auto: Mobile Geräte wie Smartphones, Tablet Computer oder E-Book-Reader sind auch im Sommer meist mit dabei. Allerdings vertragen nicht alle Geräte Hitze, Schmutz oder Wasser gleich gut. Hier gibt’s wichtigsten Tipps, damit im Sommer nichts anbrennt...

Handytarife© kite rin / Fotolia.com
21.07.2015, 16:31 Uhr


Zusammengestellt wurden diese Tipps für Handys und Smartphones im Sommer vom Digitalverband Bitkom.
Überhitzung kann zum Kurzschluss führen
Bei langer direkter Sonneneinstrahlung droht schnell eine Überhitzung. Empfindliche Flüssigkeitskristalle im Display können beschädigt werden, auch das Kunststoffgehäuse kann sich verziehen, in Extremfällen sogar schmelzen. Einen Vorteil bieten Geräte mit Metallgehäusen, da sie mehr Wärme ableiten, sodass die Temperatur im Innern niedriger bleibt.
Der Handy-Akku verliert bei hohen Temperaturen seine Leistungsfähigkeit und fällt im schlimmsten Fall komplett aus. Dies gilt auch für mobile Akkus, sogenannte „Powerbanks“. Schaltet sich das Handy unerwartet ab, kann das ebenfalls ein Schutzmechanismus gegen Hitze sein. Besteht Verdacht auf Überhitzung, sollte man das Gerät erst einmal langsam abkühlen lassen und nicht sofort wieder einschalten.
Bei Nässe sofort ausschalten
Wird ein nasses Elektrogerät eingeschaltet, droht schnell ein Kurzschluss. Ist es einmal nass geworden, sollte das Gerät zunächst unbedingt vorsichtig mit einem Tuch getrocknet werden. SIM-Karte, externe Speicherkarten und Akku sollte man entnehmen und im Bedarfsfall ebenfalls trocknen. Lässt sich die Geräteschale öffnen, können Nutzer am einfachsten feststellen, ob Flüssigkeit eingedrungen ist. Erst anschließend sollte man das Gerät wieder einschalten. Ist es vollständig ins Wasser gefallen, am besten das Gerät trocknen und sich umgehend an einen Fachmann wenden. Oft kann man zumindest die Chip-Karten erhalten. Manchmal lässt sich auch das komplette Gerät retten.
Vorsicht mit Sand und Dreck
Grobe Schmutzpartikel sowie Sandkörner können die Ladeverbindung verstopfen oder das Display verkratzen. Kleine Steine oder Sandkörner sollten vorsichtig mit einem Pinsel oder feuchten Tuch entfernt werden. Auch ein behutsam eingesetzter Zahnstocher oder ein Staubsauger eignen sich dafür. Mit Handy-Schutzhüllen können Besitzer ihre mobilen Geräte vor Dreck, Sand und Nässe schützen. Einige Hüllen sind zudem wasserdicht. Die Verwendung schützender Displayschutzfolien kann Kratzer auf dem Display vermeiden.
Outdoor Smartphones – besonders hart im Nehmen
Wer sein Gerät dauerhaft extremen Bedingungen wie großer Hitze, Wasser, Schmutz und Erschütterungen aussetzt, sollte über den Kauf eines speziellen „Rugged Device“ („robustes Gerät“) nachdenken. Diese Geräte sind zum Beispiel besonders hitzebeständig, wasserdicht oder sehr belastbar bei Erschütterungen. Wie stark ein „Rugged Device“ beansprucht werden kann, lässt sich vor dem Kauf in der jeweiligen Produktbeschreibung nachlesen.