Ältere Menschen erobern das mobile Internet

Zunehmend begeistert das mobile Internet die BestAger. Grund dafür sind die intuitiv bedienbaren Smartphones und Tablet-PCs, die den Nutzern einen einfachen und unkomplizierten Zugang in das World Wide Web ermöglichen. Bis vor wenigen Jahren galt das mobile Internet dagegen als kompliziert, unübersichtlich und wenig attraktiv.

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09.10.2012, 13:00 Uhr

Diese Einschätzung teilten jüngere und ältere Menschen gleichermaßen: Während Jüngere lange Zeit auf die sogenannte "Killerapplikation" für die schnelle, mobile Datenübertragung warteten, konnte die ältere Generation mit der Bedienung auf kleinen Bildschirmen und Tastaturen wenig anfangen. Nun scheinen die Möglichkeiten, die das mobile Internet heute bietet, die BestAger zu überzeugen. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen E-Plus Mobilfunk Monitors 2012, eine Studie in Zusammenarbeit mit TNS Infratest.
Ausgedient: Klassische Computertechnik
Die frühere Zurückhaltung der Älteren im Umgang mit dem mobilen Internet ist zurückzuführen auf Erfahrungen mit der herkömmlichen Computertechnik, die als klobig, komplex und wenig bedienfreundlich galt. Die Angst vor Fehlern war in der Regel größer als die Neugier. Nun zeigt der E-Plus Mobilfunkmonitor, dass sich die Gesellschaft verändert: Zwar halten die BestAger in Bezug auf die Nutzung des mobilen Internets immer noch Abstand zu den jüngeren, die damit groß geworden sind. Dennoch nutzt heute bereits jeder zehnte BestAger (10,1 Prozent) einen mobilen Internetzugang per Smartphone, Tablet PC oder UMTS-Stick, während von den Jüngeren schon mehr als jeder Zweite (57 Prozent) auf diese Art des Internet-Zugangs zurückgreift.
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Welche Dienste nutzt die Generation 60 plus im mobilen Internet? Ganz oben stehen die bekannten Online-Funktionen - drei Viertel (76 Prozent) rufen E-Mails ab, deutlich mehr als die Hälfte (63 Prozent) surft mobil und mehrmals täglich (20 Prozent) von unterwegs. Video- und Audio-Streaming oder Dienste, die ein großes Datenvolumen erfordern, sind dagegen kaum gewünscht. Magere vier Prozent können sich überhaupt dafür begeistern. Personen im Rentenalter greifen auf alltägliche Dinge (65 Prozent) zurück: Zugauskunft, die Taxibestellung oder das Wetter zählen dabei zu den beliebtesten Anwendungen. Das mobile Internet ist omnipräsent und gehört zum Leben dazu, sagen 58 Prozent. Interessanterweise liegt diese Generation damit fast gleichauf mit Menschen unter 29: Hier sind 65 Prozent dieser Meinung.