Aktuelle Studie: Deutscher Telekommunikationsmarkt 2015

Telekommunikation ist nicht nur ein Bedürfnis vieler Menschen, sondern auch ein großer Markt. Hier die wichtigsten Fakten, Entwicklungen und Trends der Studie: Das Datenvolumen in Festnetz und Mobilfunk steigt weiter deutlich. Die Deutschen telefonieren täglich 305 Millionen Minuten per Handy und simsen weniger.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG
03.11.2015, 12:59 Uhr

Vorgestellt wurde die Studie von VATM und Dialog Consult.
Das aus Mobilfunknetzen abgehende Gesamtdatenübertragungsvolumen steigt laut Schätzung um 29 Prozent auf 510 Millionen Gigabyte. 2015 werden die Datendienste inklusive SMS 42,7 Prozent (+4,3 Prozent) der Mobilfunk-Umsätze ausmachen. Die Zahl der SMS geht auch aufgrund der wachsenden Nutzung von Messaging-Diensten wie WhatsApp deutlich zurück – um 37 Prozent auf 39,8 Millionen Kurznachrichten pro Tag.
Genauso viel wie im Vorjahr und fast ein Drittel mehr als vor zehn Jahren wird in Deutschland telefoniert – rund 954 Millionen Minuten täglich. Während die Zahl der Sprachverbindungsminuten aus Festnetzen 2015 weniger stark zurückgeht als 2014 (-4,3 Prozent), nehmen die Minuten aus Mobilfunknetzen nur noch geringfügig zu (+0,7 Prozent). Skype & Co. gewinnen insgesamt weiter an Bedeutung (+7,9 Prozent).
Mobilfunkmarkt
In Deutschland wird weiterhin fleißig per Handy oder Smartphone telefoniert. 305 Millionen Minuten pro Tag werden 2015 (2014: 303 Millionen) in Deutschland per Mobilfunk miteinander gesprochen. Die Entwicklung weg vom Festnetz, hin zum Mobilfunk schwächt sich aber bei den Sprachverbindungsminuten insgesamt ab.
Zum Jahresende wird es rund 112,7 Millionen SIM-Karten der Netzbetreiber in Deutschland geben. Der Wert entspricht einer leichten Steigerung um 0,1 Millionen zum Vorjahr. 53 Prozent der SIM-Karten sind Postpaid-Karten, damit hat der Anteil in den vergangenen fünf Jahren um 9 Prozent zugenommen. Bei den SIM-Karten insgesamt können laut Schätzung Telefónica (+1,2 Millionen) sowie die Telekom (+0,9 Millionen) ihren Kartenanteil etwas erhöhen.
Die Mobilfunknutzer gehen gerne drahtlos online. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten wird in diesem Jahr 42,7 Prozent des Gesamtumsatzes der Mobilfunknetzbetreiber ausmachen.
Das Gesamt-Datenübertragungsvolumen im Mobilfunkbereich steigt auch in 2015 wieder deutlich an – ein Plus in Höhe von knapp 30 Prozent auf 510 Millionen Gigabyte. Damit hat sich das Gesamtvolumen seit 2011 um mehr als das Fünffache gesteigert. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte beträgt 2015 mit 377 MB pro Monat voraussichtlich 30,4 Prozent mehr als 2014. 2011 lag dieser Wert noch bei 76 Megabyte. Bei mobilen Datendiensten verharrt der Anteil der sehr intensiven Nutzer mit mindestens 1 Gigabyte monatlichem Volumen 2015 weiter unter 10 Prozent.
Die Zahl der verschickten SMS sinkt erneut deutlich und erreicht in 2015 nur noch etwa ein Viertel des Wertes von 2012. Jeden Tag werden in Deutschland aktuell noch durchschnittlich 39,8 Millionen Kurznachrichten verschickt.
Ausblick & Trends für das Jahr 2016
Der Studie zufolge werden die Preise im Mobilfunksegment in 2016 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt erneut – wenn auch weniger stark – sinken, schätzungsweise um 1,2 bis 1,4 Prozent. Im Mobilfunkbereich werde vor allem Telefónica die Zusammenführung der Netze von o2 und E-Plus weiter beschäftigen.