Android-Viren: Anzahl steigt stetig

Die Anzahl von mobilen Schädlingen, welche sich gegen das mobile Smartphones-Betriebssystem Android richten, verdreifachte sich im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorquartal. Allein zwischen April und Juni 2012 entdeckte Kaspersky Lab 14.900 neue Android-Schadprogramme.

Android-Smartphone© siraphol / Fotolia.com // i12 GmbH
15.08.2012, 09:10 Uhr

Zwischen Januar und März 2012 waren es noch 5.400. Zu diesem Ergebnis kommt Kaspersky Lab in seinem aktuellen Malware-Report für das zweite Quartal 2012.
Dabei beobachtet der IT-Sicherheitsexperte nicht nur einen quantitativen
Anstieg. Auch die Qualität bei den mobilen Schadprogrammen legt beständig zu. Cyberkriminelle entwickeln eigene Technologien, um ihre Malware zu tarnen und deren Analyse zu erschweren. Die Verbreitungskanäle sind dabei vor allem inoffizielle App-Shops sowie Partnerprogramme.

Mobile Trojaner im Trend

Fast die Hälfte der von Kaspersky Lab gefundenen mobilen Schädlinge sind so genannte multifunktionale Trojaner, mit denen Cyberkriminelle sensible Daten wie etwa Telefonnummern oder E-Mail-Adressen stehlen können. Zudem sind die mobilen Trojaner in der Lage, unbemerkt vom Anwender Software-Module auf den infizierten Smartphones zu installieren.
Vorsicht vor SMS-Trojanern
Ein Viertel der entdeckten Schädlinge sind nach Angaben von Kaspersky Lab SMS-Trojaner. Sie versenden Kurznachrichten an kostenpflichtige und meist teure Premiumnummern – ohne dass der Besitzer des Telefons etwas davon bemerkt. Bis vor wenigen Jahren tauchten solche Programme nur in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, in Südostasien und in China auf. Mittlerweile finden sich SMS-Trojaner überall auf der Welt.
Weitere 18 Prozent der neu entdeckten Schädlinge im zweiten Quartal 2012 sind Backdoor-Trojaner, die Cyberkriminellen die vollständige Kontrolle über befallene Endgeräte geben. Diese Programme bilden zudem die Basis für den Aufbau mobiler Botnetze.
Bei gegenwärtig nur zwei Prozent liegt der Anteil von Spionage-Trojanern. Von diesen Programmen geht jedoch die größte Gefahr für Anwender aus: Sie sind in der Lage, Zugangsdaten für Online-Banking auszuspionieren.
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