Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus vorgestellt

Die zweistündige Keynote von Apple brachte eine neue Apple Watch und zwei neue iPhones hervor: Wir haben die wichtigsten Fakten zum iPhone 7 und iPhone 7 Plus zusammengetragen. Bei uns erfahren Sie auch, wo Sie eins der neuen Smartphones vorbestellen können, und ab wann die Auslieferung beginnt.

Apple© Apple
07.09.2016, 21:56 Uhr

Das wichtigste vorweg: Ab dem 9. September können die neuen iPhones beim Hersteller selber und bei der Telekom, Vodafone und o2 vorbestellt werden. Die Auslieferung beginnt am 16. Sepetmber.

Apple Watch Series 2

Seit 18 Monaten gibt es nun die erste Version der Apple Watch die nach Aussage von Apple häufig zum Bezahlen eingesetzt wird. Der eigene Dienst Apple Pay ist aber leider weiterhin nicht in Deutschland verfügbar. Dafür hat Apple gemessen am Umsatz einige gestandenen Uhren-Hersteller hinter sich gelassen und reiht sich auf Platz 2 hinter Rolex ein.

Apple verfolgt nun auch bei der Smartwatch die Strategie den Vorgänger neben dem Nachfolger anzubieten. Die "Alte" kostet nun 319 Euro und trägt den Beinamen "Series 1". Sie erhält aber immerhin den neuen Prozessor. Die "Neue" heißt Apple Watch Series 2 und kostet 100 Euro mehr. Mit ihr kann man nun auch schwimmen gehen, denn sie ist bis zu 50 Metern Tiefe wasserdicht. Während sich das Aussehen nicht verändert hat, kann man nun auch ein Gehäuse aus Keramik bestellen. Außerdem erhält sie einen zweimal helleren Bildschirm und verfügt über einen GPS-Empfänger. Eine Internetverbindung kann die neue Smartwatch aber weiterhin nur durch die Koppelung mit einem iPhone aufbauen. Die eSIM lässt weiter auf sich warten.

Angekündigt wurde auch die Möglichkeit die Apple Watch für die Pokémon-Jagd einzusetzen. Pokémon GO arbeitet zukünftigt mit der Smartwatch zusammen, sodass am Handgelenk die zurückzulegende Strecke zum Erreichen des nächsten Levels, Pokémon in der Nähe und Pokestops angezeigt werden. Die neuen Apple Uhren können ab dem 9. September vorbestellt werden. Die Auslieferung beginnt am 16. September.

iPhone 7 und iPhone 7 Plus

Tatsächlich schafft Apple mit der neusten Generation des mittlerweile über eine Milliarde Mal verkauften Smartphones den Klinken-Stecker ab. Das schafft Platz im Gehäuse und bringt den Vorteil mit, dass Kopfhörer über den Lightning-Anschluss auch mit Strom versorgt werden können, um zum Beispiel Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Die passenden neuen Earpods befinden sich im Lieferumfang des iPhone 7 und iPhone 7 Plus. Dazu erhält jeder Käufer einen Adapter, um auch Kopfhörer mit Klinken-Stecker weiterhin nutzen zu können.

Das iPhone erhält, um beim Thema Audio zu bleiben, Stereo-Lautsprecher für einen besseren Klang. Dennoch sterben die hochpreisigen Handys des Konzerns aus Cupertino nicht mehr durch einen Sturz ins Klo, denn die neuen Modelle sind IP67 zertifiziert.

Apple hat den Trend zu kabellosen Kopfhörern, den wir vor wenigen Tagen auch auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin bestaunen konnten, erkannt und einen eigenen Chip zur Funkübertragung entwickelt. Dieser kommt in neuen Kopfhörern von Beats und den vorgestellen Airpods zum Einsatz. Letztere kommen Ende Oktober zum Preis von 179 Euro auf den Markt. Ihre Akkus sollen für 5 Stunden Musik hören ausreichen. Die mitgelieferte Transportbox ist gleichzeitig die Ladestation und beherbergt ebenfalls einen Energiespeicher. Die Airpods sind auch einzeln nutzbar.

Im Stiel befindet sich jeweils ein Mikrofon, wobei genau diese Bauform dazu führt, dass die Kopfhörer aussehen, als sei das Kabel einfach abgerissen worden. Auch ein Vergleich mit in den Ohren steckengebliebenen Q-Tips könnte mit etwas Fantasie gezogen werden. Wir sind gespannt, ob Apple die Airpods besser umgesetzt hat als Samsung seine IconX, die sogar teurer sind.

Die wohl wichtigste Neuerungen sind die Kameras der vorgestellten Mobiltelefone. Auch das iPhone 7 hat als kleinere Variante nun einen optischen Bildstabilisator spendiert bekommen. Damit hat Apple einen zentralen Kritikpunkt beseitigt. Das Foto-Licht besteht jetzt aus vier LEDs, die noch mehr Licht spenden spenden sollen. Mit iOS 10, das am 13. September veröffentlicht wird, wird das Abspeichern von Fotos im RAW-Format möglich.

Die Kamera(s) auf der Rückseite stehen leider weiterhin hervor. Ihre Einfassung ist nun Teil des Gehäuses, das aus einem Block Aluminium gefräst wird. Der Home-Button ist nun kein bewegliches Bauteil mehr, und damit hoffentlich weniger anfällig für Defekte. Er reagiert nur noch auf Berührungen - ähnlich wie es sich unser Redakteur gewünscht hat, als er das HTC 10 testete. 

Das iPhone 7 Plus besitzt zwei Linsen auf der Rückseite. Sie lösen beide, genauso wie die des iPhone 7, mit 12 Megapixeln auf. Das Konzept erinnert mit seinen gezeigten Tiefenschärfe-Effekt an das Huawei P9, aber die Umsetzung ist ganz anders: Apple verbaut im Gegensatz zu den Chinesen auch hier optische Bildstabilisatoren und verwendet die zweite Linse für einen optischen Zoom. Öffnet man die Kamera-App auf dem iPhone, dann startet sie mit der Weitwinkel-Linse. Zweifaches Hereinzoomen wird durch Umschalten auf die Tele-Linse umgesetzt.

Die Frontkamera für Selfies und Facetime-Telefonate löst mit 7 Megapixeln auf. Auch in Sachen Performance haben die neuen iPhone-Modelle zugelegt. Beidruckend ist dabei der Vergleich mit dem ersten Apple-Handy: Der neue Prozessor ist 120 mal und die Grafikeinheit 240 mal schneller. Das bewerkstelligt der A10-Chip mit vier Kernen, wobei zwei mit einer hohen Taktrate für aufwendige Anwendungen und die anderen beiden für die leichteren Aufgaben des Alltags eingesetzt werden. Das soll Akku sparen und zu einer längeren Laufzeit gegenüber dem iPhone 6S führen. Dazu eine erste Reaktion aus dem Netz:

Die Preise bleiben, aber es gibt mehr Speicher

Apple verdoppelt den Speicher bei der 6S- und der iPhone 7 Reihe. Der Einstieg in die Apple-Smartphone-Welt gelingt nun mit 32 Gigayte Speicher. Es folgt eine Variante mit 128 Gigabyte. Dem neuen iPhone bleibt allerdings der 256 Gigabyte Speicher-Chip vorbehalten. Die mehrfach angepriesene neue Farbe "Jet Black" gibt es nur mit 128 und 256 Gigabyte. Daneben gibt es noch ein mattes Schwarz und die bekannten Farben Silber, Gold und Roségold.

Die Preise für das iPhone 7 mit 32 Gigabyte Speicher starten bei 759 Euro ohne Vertrag. Das iPhone 7 Plus ist ab 899 Euro erhältlich. Weiterhin stolze Preise für Smartphones deren Bildschirme mit 4,7 beziehungsweis 5,5 Zoll kein Upgrade in ihrer Auflösung bekommen haben. Die Abmessungen verändern sich im Vergelich zum Vorgänger nicht. Aufgrund der veränderten Kameras werden liebgewonnene Hüllen aber eher nicht weiterverwendet werden können.