Apple vs. Samsung: Apple gewinnt in erster Instanz

Am Ende ging alles ganz schnell. Die insgesamt neun Geschworenen beantworteten binnen drei Tagen rund 770 Fragen rund um die Patent-Auseinandersetzung zwischen Apple und Samsung. Das Ergebnis: Samsung muss etwa eine Milliarde US-Dollar an Schadensersatz an Apple zahlen.

Samsung© Samsung Electronics GmbH
27.08.2012, 11:42 Uhr

Die Geschworenen sahen demnach nur wenig Zweifel daran, dass Samsung für die eigenen Smartphones unerlaubter Weise bei Patenten von Apple bedient habe. Und entschied Richterin Koh vom Gericht in San José, dass Samsung rund eine Million US-Dollar an Apple überweisen solle. Das ist weniger als die Hälfte von der Summe, die Apples Anwälte an Schadensersatz von Samsung forderten. Erfreulich aus Samsung-Sicht: Das Galaxy SIII wurde von den Geschworenen nicht als Kopie eingestuft.
Wie geht es weiter?
Über die Tragweite des Urteils herrscht derweil noch Unklarheit. Denn Richterin Koh entscheidet erst am 20. September über ein mögliches Verkaufsverbot von Samsung-Smartphones in den Vereinigten Staaten von Amerika. Auch ist davon auszugehen, dass das koreanische Unternehmen Samsung das Gerichtsurteil anfechten wird.
So bleibt zumindest in den Medien derzeit Platz für Spekulationen. Der deutsche Blog allaboutsamsung.de, welcher während des gesamten Prozesses zwischen Apple und Samsung umfangreich über das Verfahren berichtete, spricht sogar von der besten "1-Milliarde-Dollar-Werbekampagne aller Zeiten".
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