Auch ab 50 spielt das Smartphone eine wichtige Rolle

Mit einer Studie, die das Nutzungsverhalten von Handys, Tablets und Laptops durch Urlauber beleuchtet, wurde ermittelt, dass 93% der Befragten auf Reisen ihre mobilen Endgeräte nutzen. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie lange und wofür die sogenannten Best-Ager oder Silver-Surfer ihre Mobiltelefone und Co. benutzen.

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
17.05.2017, 09:30 Uhr

Im Marketing tut man sich schwer, der Gruppe von Menschen ab 50 Jahren einen Namen zu geben. Senioren klingt wohl zu alt. Assoziationen mit dem Senioren-Teller, weil der Hunger nicht mehr so groß ist wie früher, und Senioren-Heim, als Synonym des Verlusts der Selbständigkeit, liegen zu nahe. Darum gibt es als Begriffe den „Best-Ager“, im besten Alter, der Blüte des Lebens ab 50 Jahren oder den „Silver-Surfer“ den grauhaarigen Digital-Native, im Internet unterwegs und noch lange nicht vom alten Eisen.

Socializer: Der Silver-Surfer im besten Alter

Auto Europe hat gemeinsam mit der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) herausgefunden, dass auch die älteren Nutzer im Urlaub nicht auf ihr Smartphone oder Tablet verzichten mögen. In die Kategorie der Silver-Surfer fallen alle 50- bis 59-jährigen. So sollen „gerade die Älteren bei Themen rund um Technik, Internet und sogar in den sozialen Netzwerken längst die Nase vorne haben“, heißt es in der Pressemitteilung. Als Argument wird angeführt, dass die Neuanmeldungen bei Facebook bei der Zielgruppe über 55 die am stärksten wachsende Altersgruppe des sozialen Netzwerks sei.

Das zeugt vielmehr davon, dass hier Nachholbedarf besteht. Ab 50 Jahren fällt die Kurve der Social Media-Nutzung deutlich auf knapp 20% ab. Immerhin gaben bei den über 60-Jährigen noch 13% der Befragten an, im Urlaub Soziale Netzwerke zu nutzen. Am meisten nutzten alle Befragten die mobilen Endgeräte für die private Kommunikation, um Fotos zu knipsen oder Nachrichten zu schreiben. Wichtig ist die Heranführung an das Smartphone. Die neue Technik ist komplex und erschließt sich nicht jedem, der nicht mit dem Internet, sondern mit Büchern aufgewachsen und dem die Wählscheibe noch ein Begriff ist. In unserem Test eines Handys, das sich für genau diese Generation eignet, konnte das EinfachFon überzeugen, weil es die Angst vor dem Funktions-Wirrwarr nehmen kann, indem die Benutzeroberfläche vereinfacht wurde. Dennoch sieht es wie ein ganz normales Smartphone aus.