Bald billigere Handytarife?

Die Bundesnetzagentur senkt die Höhe der sogenannten Terminierungsentgelte deutlich. Dies sind die Kosten, die sich die Mobilfunkanbieter gegenseitig für die Durchleitung von Telefonaten in ihre Handy-Netze berechnen dürfen. Telefonieren mit dem Handy könnte dadurch in Deutschland noch billiger werden.

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19.11.2012, 10:51 Uhr

Zukünftig ist vorgesehen, dass die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber Telekom Deutschland, Vodafone D2, E-Plus Mobilfunk und Telefónica o2 Germany für die Zustellung von Anrufen in ihren jeweiligen Mobilfunknetzen, die sog. Mobilfunkterminierung, ab dem 1. Dezember 2012 ein einheitliches Entgelt in Höhe von 1,85 Cent/min. berechnen dürfen. In einem zweiten Schritt soll das Entgelt ab dem 1. Dezember 2013 noch einmal geringfügig auf 1,79 Cent /min. sinken. Bislang konnten die vier Mobilfunknetzbetreiber jeweils leicht unterschiedliche Mobilfunkterminierungsentgelte zwischen 3,36 Cent /min. und 3,39 Cent /min. berechnen.
Die Bundesnetzagentur begründet ihre Entscheidung damit, dass der starke Trend zu Smartphones anhalte, was ein stetig wachsendes Datenvolumen und eine sinkende Anzahl an normalen Handy-Telefonaten zur Folge habe.
Die Mobilfunk-Anbieter zeigten sich in ersten Reaktionen naturgemäß wenig begeistert von der Entscheidung und verwiesen auf ihre hohen Kosten für Investitionen in den Ausbau zukunftsträchtiger Handy-Netze.
Ob die Anbieter die sinkenden Kosten an ihre Kunden weitergeben, wird sich erst noch zeigen. Ob Prepaid- und Laufzeit-Handytarife und auch All Net Flats tatsächlich billiger werden zeigt sich dann in den kommenden Wochen und Monaten. Erfahrungsgemäß wird ein Anbieter, wahrscheinlich ein Handy-Discounter, mit etwas günstigeren Preisen vorpreschen, die anderen dann nachziehen.