Behörden nutzen zunehmend Apps für Bürger-Service

Mobile Anwendungen von Behörden finden einen überraschend hohen Zuspruch beim Bürger. Bereits jeder vierte Nutzer von mobilen Endgeräten wie Smartphones greift über Apps auf Informations- und Serviceangebote von Ämtern und Behörden zu, so eine repräsentative Studie von Steria Mummert Consulting.

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17.09.2014, 09:39 Uhr

Doch nicht nur die Verbreitung von Behörden-Apps ist hoch, sondern auch die Häufigkeit, in der Bürger diese Apps verwenden: Zwei Drittel aller Nutzer greifen auf mobile Anwendungen einmal im Monat oder sogar öfter zu. Allerdings, auch das zeigt die Untersuchung, sind die Erwartungen der Anwender an die Funktionalitäten dieser Apps eher gering.
Einige Ämter und Behörden bieten Apps für Smartphones und Tablets an, um die Kommunikation und den Service für die Bürger zu verbessern. Fast zwei Drittel aller Nutzer erwarten, dass sich mit den Anwendungen Öffnungszeiten von Behörden, Veranstaltungstermine oder Ähnliches mobil abrufen lassen. Mit deutlichem Abstand folgen dann Funktionen, die direkt einen Verwaltungsakt induzieren - also beispielsweise mit deren Hilfe Ummeldungen möglich sind (42%) oder mit denen man Urkunden und Bescheinigungen beantragen kann (41%). Moderne E-Government-Konzepte stehen dahingegen noch nicht auf der Agenda der Nutzer mobiler Apps. So fordert nur knapp ein Fünftel der befragten Personen, dass eine Behörden-App in der Lage ist, individuelle Bürgerkontos zu verwalten.
Insgesamt allerdings zeigt die Studie, dass Bürger generell mit dem App-Service- und Informationsangebot der Ämter und Behörden zufrieden sind (87%). Dieser positive Ruf spiegelt sich selbst bei Personen wieder, die Behörden-Apps noch nicht nutzen. Mehr als die Hälfte von ihnen (55%) kann sich vorstellen, in Zukunft auf diese Form der Kommunikation mit Ämtern zu setzen.
(Bild: Sondermann/Stadt Bonn)