Bezahlen per Handy bald Wirklichkeit?

Fast jeder besitzt ein Handy, fast jeder hat es ständig dabei. Da liegt es nahe, das Mobiltelefon auch im Zahlungsverkehr einzusetzen. Bislang fehlen für das so genannte Mobile Payment jedoch einfache, benutzerfreundliche Lösungen. Und ohne die gibt es keine Akzeptanz bei den Kunden, so eine aktuelle Untersuchung.

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07.06.2009, 12:00 Uhr

"Die Verbraucher wollen es und verstehen nicht, warum es immer noch nicht funktioniert", sagt der Leiter der Forschungsgruppe wi-mobile der Uni Augsburg, Key Pousttchi. Denn das Potential für Mobile Payment sei definitiv vorhanden. Bei Versuchen hätten Lösungen, die schnell und einfach funktionierten, die Testkunden überzeugt. Denn ansonsten könnten sie ja gleich mit ihrer EC- oder Kreditkarte bezahlen können.
Der Grund für die schleppende Entwicklung ist in der Komplexität der Technik zu suchen, die laut Pousttchi unterschätzt werde. Auch die Geschäftsmodelle, mit M-Payment Geld verdienen zu können, seien noch nicht ausgereift.
Preis per Chip übertragen
Nun soll NFC (Near Field Communication, ein Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken) neue Lösungen ermöglichen: Ein in der Ware angebrachter Chip überträgt den Preis auf das Handy, mit dem anschließend bezahlt werden kann. Pilotprojekte, beispielsweise für Bahnfahrkarten, haben bereits positive Ergebnisse geliefert.
Ob und wann sich Mobile Payment durchsetzt wird noch diskutiert, Experten erwarten bereits in der übernächsten Handy-Generation eine eingebaute NFC-Funktion.
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