Bezahlen per Handy: Nein; Banking: ja

Die Deutschen setzen ihr Handy zunehmend für Bankgeschäfte ein. Fast jeder fünfte Besitzer (17 Prozent) eines Smartphones nutzt das Gerät zum Abfragen von Kontostand, Überweisungen oder den Kauf von Wertpapieren. Das sind fast 5 Millionen Deutsche. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom.

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13.06.2013, 16:50 Uhr

Mobile Banking werde sich neben dem herkömmlichen Online Banking etablieren, vermutet der Verband.
Jeder siebte Besitzer eines Smartphones (15 Prozent) prüft mobil seinen Kontostand, acht Prozent überweisen auf diese Art Geld von ihrem Bankkonto, nur 1 Prozent handelt mit Wertpapieren. Zusätzlich zum Mobile Banking würden viele Nutzer gerne sämtliche Zahlungsgeschäfte digital vornehmen und das Portemonnaie durch das so genannte Mobile Wallet auf dem Smartphone ersetzen. Von allen befragten Deutschen kann sich jeder siebte (14 Prozent) vorstellen, auf sein Portemonnaie komplett zu verzichten und nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen. Das sind knapp 10 Millionen Personen.
Mobile Payment hängt
Mobile Zahlungsfunktionen werden auch im Handel immer wichtiger. Das bestätigen aktuelle Initiativen deutscher Lebensmittelhändler. Der Hype rund um das mobile Bezahlen mit Smartphone und Co. setzt viele Unternehmen in Deutschland unter Druck. Alle Marktteilnehmer sind überzeugt davon, dass Mobile Payment ein stark wachsender Markt ist, so die Beratungsfirma Steria Mummert Consulting.
Doch damit hört die Klarheit schon auf. Niemand habe eine klare Vorstellung davon, welche Lösung in der Praxis die richtige ist und wie die beste mobile Strategie für das eigene Unternehmen aussieht. Aus dieser Not heraus versuchen sich viele Firmen an eigenen Insellösungen. Zum Beispiel entwickeln die meisten Mobilfunk-Netzanbieter derzeit eine eigene elektronische Geldbörse, eine sogenannte Wallet. Aus Sicht der Verbraucher ist das Angebot an Mobile-Payment-Lösungen derzeit zu undurchsichtig. Viele mobile Bezahllösungen sind nicht attraktiv und haben eine geringe Akzeptanz, so das Beratungs-Unternehmen.