Bild-Zeitung bringt eigenen Handytarif

Die Bild-Zeitung steigt ins Mobilfunk-Geschäft ein. Deutschlands größtes Boulevardblatt will unter der Marke Bild-Mobile eigene Prepaid SIM-Karte auf den Markt bringen. Damit sollen Handy-Besitzer auf eigens produzierte Mobilfunk-Inhalte der Bild-Redaktion zugreifen können.

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
15.10.2007, 09:15 Uhr

Der Zeitungsverlag will die Bild Handy-Tarife über den Zeitungs- und Zeitschriftenhandel verkaufen, Starttermin ist der 16. Oktober 2007. Der Preis der SIM-Karten wird bei 9,95 Euro liegen, darin sind bereits fünf Euro Startguthaben enthalten. Als Partner hat Springer den Mobilfunk-Dienstleister Moconta gewonnen, ein Joint Venture von Vodafone und der Bertelsmann-Tochter Arvato.
Mit Bildmobil bietet die Bild-Zeitung erstmals digitale Inhalte losgelöst von der Online-Dachmarke Bild.T-online.de an.
Günstige Tarife, kostenlose Zeitung auf dem Handy
Mobile Telefonate mit dem Bild-Handy werden 10 Cent pro Minute in alle Netze kosten. Kunden mit Bild-Handy können dann kostenlos von unterwegs auf Inhalte der Bild-Zeitung wie etwa Nachrichten, Sport, Klatsch und Ratgeber zugreifen. Gebühren für die Datenübertragung im Inland sollen dabei vollständig entfallen. Für das Besuchen anderer Internet- oder Zeitungsseiten werden jedoch 35 Cent pro Megabyte Datentransfer fällig.
Neben der kostenlosen Nutzung eines umfassenden Basisangebotes im Bild-Mobile-Portal soll einzelne Premium-Inhalte wie bspw. Videos und Downloads gegen Gebühr angeboten werden.
Mobile Zeitung und Werbeträger
Die Bild-Zeitung will mit diesem neuen Angebot nicht nur bei den Discountern im Mobilfunkmarkt mitmischen, sondern schielt auch auf das Mobile Marketing. Werbung auf das Handy hat sich zwar bislang immer noch nicht durchgesetzt, wird von vielen jedoch als großer Zukunftsmarkt gesehen.
Zudem wolle man als auflagenstärkste Boulevardzeitung Deutschlands auch mobil die Leser erreichen können.