Bundestagswahlen 2017: Telekom bieten Parteien Hilfe an

Da auch Politiker heute nicht mehr ohne Smartphone und Tablet auskommen und die Berichte über Hacker-Angriffe im amerikanischen Wahlkampf für Unsicherheit gesorgt haben, stellt die Deutsche Telekom den deutschen Parteien bis zu den Bundestagswahlen ihre Sicherheitslösung „Mobile Protect Pro“ kostenlos zur Verfügung.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG
23.06.2017, 09:15 Uhr

Apps sind aus dem Wahlkampf nicht mehr wegzudenken. Insbesondere die CDU hat gefallen an den kleinen Programmen für das Mobiltelefon gefunden. Im Wahlkampf 2013 setzte die Christlich-Demokratische-Union auf Augmented Reality und ließ die Kanzlerin in der Merkel-App die Wahlkampfplakate zum Leben erwecken. Noch bevor es in die heiße Phase vor den Bundestagswahlen am 24. September 2017 geht, können Unterstützer derselben Partei mit connect17 am Haustürwahlkampf teilnehmen.

Wie können sich Politiker schützen?

Die Deutsche Telekom hat bei der Cebit 2016 eine App vorgestellt, die bei der IFA wenige Wochen später für alle Geschäftskunden zur Verfügung stand. Entwickelt wurde die Applikation von dem israelisch-amerikanischen Anbieter Zimperium, der vor fast zwei Jahren die schwerwiegende Sicherheitslücke „Stagefright“ bei Android-Handys aufdeckte. Das aktuelle Cyber-Security-Programm sorgt durch einen selbstständig lernenden Algorithmus, der Anomalien erkennt, und somit die Ausnutzung bislang unbekannter Sicherheitslücken verhindern soll, für den Schutz der mobilen Endgeräte.

Beschrieben wird die Schutzfunktion wie ein EKG für Smartphones und Tablets. Die permanente Prüfung auf Bedrohungen ähnelt der Antiviren-Software auf einem PC, wird dadurch aber eine potente Hardware mit ausreichenden Reserven und ein gutes Akku-Management benötigen. "Mobile Protect Pro" analysiert etwa eben diesen Akku-Ladezustand, aber auch USB- und Bluetooth-Schnittstellen und Netzwerke, um ungewöhnliche Vorgänge zu erkennen. Die App gibt es für die beiden Betriebssysteme Android und iOS von Apple.

Geschäftskunden müssen mindestens fünf Lizenzen für 1,99 Euro netto pro Gerät und Monat buchen. Die erste Partei, die sich diese Gebühr nun spart, ist die CDU, um Lausch-Angriffen und das Eindringen in das Netzwerk der Partei zu verhindern sowie auch deren Accounts zum Beispiel für Twitter und Facebook vor einer feindlichen Übernahme zu schützen. Der Dienst soll perspektivisch auch Privatkunden zur Verfügung stehen.