Computer Bild-Test: Keine Banking-App wirklich sicher

Man ist unterwegs, muss aber schnell noch dringend eine Rechnung überweisen? Kein Problem dank Banking-Apps. Diese Anwendungen bieten mehr Funktionen als bankeigene Apps und ermöglichen das Verwalten von Konten bei mehreren Banken. Aber: Ist das Banking per App auf dem Smartphone überhaupt sicher?

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07.01.2016, 11:12 Uhr

Die Zeitschrift Computer Bild testete in der aktuellen Ausgabe die fünf beliebtesten Apps. "Smartes Banking ist bequem und erschwinglich", so Computer Bild-Redakteur Timo Schurwanz. "Allerdings ist keine App richtig sicher. Auch bei den Siegern Outbank und der Gratis-App Finanzblick gibt es gewisse Sicherheitsmängel."
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Das positive Ergebnis des Tests: Beim Komfort und den Funktionen überzeugen alle Apps. Sie sind oft mit allen größeren Banken kompatibel, starten auf Wunsch mit einem Konto-Rundabruf und Überweisungen klappen problemlos.
Bequem, aber gefährlich
Allerdings hapert es bei der Sicherheit: Sparkasse+ streikt beim mTAN-Abruf und erlaubt nur wenig sichere TAN-Methoden. Das mTAN-Verfahren gilt als zuverlässig, da die Banken hierfür zwei Geräte vorschreiben: eines für die Überweisung, das andere für den Empfang der extra generierten TAN-Nummer. Besorgniserregend: Alle Apps im Test erlaubten den Empfang der mTAN-Nummer auf demselben Gerät, auf dem auch die App genutzt wird. Das ist bequem, aber auch gefährlich: Viele Banken kommen bei entstandenen Schäden nicht auf.
Eine weitere Sicherheitslücke: Die automatische Sperrung bei Beenden der App, App-Wechsel oder Gerätesperre ist Pflicht. Allerdings verriegelten nur Outbank, Finanzblick (iOS) und Numbrs zuverlässig, alle anderen Anbieter gaben den Blick auf die Konten auch ohne Passwortabfrage oder Fingerabdruck wieder frei.