connect: Jedes fünfte Handy muss zur Reparatur

Laut einer jüngst durchgeführten Leserbefragung der Zeitschrift connect geht jedes fünfte Handy innerhalb von zwei Jahren kaputt. An der Spitze der Reparaturgründe liegen Software-Fehler, dicht gefolgt von Macken in der sonstigen Elektronik. Mehr als drei Viertel aller Reparaturen fallen unter die Garantie.

Frau mit Smartphone© kaboompics / Pixabay.com
01.10.2007, 16:36 Uhr

Von knapp 7.000 befragten Lesern beklagten sich 1.200 Leser über eine bereits benötigte Reparatur ihres Mobiltelefons, somit funktioniert jedes fünfte Handy nicht so wie es soll. Besonders brisant: In der Pannenstatistik werden nur Geräte berücksichtigt, die nicht älter als zwei Jahre sind.
Bei den meisten Mobiltelefonen versagt die Software
Nach wie vor sind laut connect Software-Fehler mit großem Abstand der Hauptgrund für streikende Mobilfunkgeräte. Fast jedes zweite neue Mobiltelefon (42 Prozent) stürzt gelegentlich ab oder lässt sich überhaupt nicht mehr zum Arbeiten bewegen. Pannenursache Nummer zwei bleibt die sonstige Elektronik mit 14 Prozent, gefolgt von Tastaturproblemen (zehn Prozent) und fehlerhaften Displays (sieben Prozent). Akkus, Gehäuse und fehlender Empfang sind bei jeweils fünf Prozent der Fälle die Ursache für einen Ausfall.
Bei Topmarken verzeichnet Sony Ericsson die wenigsten Ausfälle
Betrachtet man die Ausfälle nach Herstellern so zeigt sich, dass T-Mobile-Modelle mit einer Ausfallquote von 29 Prozent am häufigsten zur Reparatur gebracht werden. Danach folgen die Handys der mittlerweile verschwundenen Marken Siemens (26 Prozent) und BenQ-Siemens (20 Prozent).
Mit 17 Prozent Reparaturquote schneidet Motorola unter den vier größten Marken am schlechtesten ab, knapp gefolgt von Nokia mit 16 Prozent Ausfällen. Samsung-Handys müssen lediglich in 13 Prozent aller Fälle in die Werkstatt. Damit liegen die Koreaner fast gleichauf mit Mitbewerber Sony Ericsson (12 Prozent). Am besten schneidet LG mit einer Fehlerquote von lediglich zehn Prozent ab.
Schwacher Trost für alle Handy-Besitzer: Laut "connect"-Pannen-Report 2007“ fielen mehr als drei Viertel (77 Prozent) aller Reparaturen unter die Garantie und wurden daher ohne Rechnungsstellung durchgeführt. Knapp ein Drittel der Befragten bekam im Schadensfall ein neues Handy, 22 Prozent erhielten zur Überbrückung ein Leihgerät. Lediglich drei Prozent gaben an, dass ihnen Kosten entstanden sind.