Das erste Handy fürs Kind – und welchen Tarif?

"Mama, Papa, ich will ein Smartphone" - mit dieser Forderung muss sich wohl fast jeder Elternteil in Deutschland einmal auseinander setzen. Ein Mobiltelefon mit Internetzugang gehört inzwischen für die meisten Kinder und Jugendlichen zur Grundausstattung: Wer kein solches Handy besitzt, fühlt sich spätestens als Teenager ausgeschlossen.

Smartphone Tarife© Maksim-Kostenko / Fotolia.com
25.08.2014, 16:56 Uhr

Denn die Kommunikation läuft gerade in der jungen Generation immer häufiger digital. Doch mit der Entscheidung für ein Smartphone stehen die Eltern vor der nächsten: Welcher Handytarif ist der richtige für mein Kind? Dazu nachfolgend einige Überlegungen.
Prepaid-Tarife mit Kostenkontrolle
Prepaid oder Vertrag - das ist eine der ersten Fragen. Vertrags- oder Laufzeit-Tarife werden im Nachhinein zum Monatsende abgerechnet, bei Prepaid-Tarifen wird vorab ein Guthaben aufgeladen, das dann verbraucht wird. So schützen Prepaid-Verträge Jugendliche vor Kostenfallen. Ist das aufgeladene Guthaben verbraucht, können kostenpflichtige Dienste nicht mehr genutzt, eingehende Telefonate und Nachrichten jedoch weiter empfangen werden - Erreichbarkeit bleibt garantiert. Vertragstarife bieten diese eingebaute Kostenbremse nicht.
Inklusiveinheiten bieten günstigere Konditionen
Bei vielen Tarifen werden direkt nach Verbrauch die Kosten für SMS, Telefonie oder mobiles Surfen abgebucht. Daneben gibt es Tarifmodelle, bei denen vorab ein Kontingent an Inklusiv-Einheiten zu einem monatlichen Pauschalbetrag hinzugebucht werden kann. Eine Einheit entspricht dabei meist einer SMS oder einer Minute Telefonie. Der Nutzer kann die Einheiten flexibel für seine Telefonate und Kurznachrichten einsetzen. Die Einheiten innerhalb dieses Kontingents bieten besonders günstige Konditionen. Ist das Kontingent aufgebraucht, wird wieder zu den Standardkonditionen abgerechnet. Somit lohnt sich das Modell für alle jungen Handybesitzer, die im Rahmen der Inklusivminuten telefonieren oder simsen.
Spezialtarife mit Messenger-Nutzung
Bei jungen Smartphone-Nutzern spielt oft das mobile Surfen eine große Rolle. Aber gerade von Kindern und Jugendlichen viel genutzte Funktionen wie das Versenden von Videos, Bildern oder Online-Nachrichten erzeugen schnell große Datenmengen. Damit verbundene hohe Kosten können unter Umständen schnell das gesamte Taschengeld verschlingen. Das können spezielle Handytarife verhindern, die eine mobile Nutzung der beliebtesten Datendienste, bspw. WhatsApp, zu günstigen Konditionen ermöglichen.