Das Handy als Beziehungskiller

Die Zahl der Smartphone-Nutzer wächst seit Jahren kontinuierlich an, im Dezember 2014 gab es rund 41 Millionen deutsche Nutzer, Tendenz steigend. Ständige Erreichbarkeit und praktische Apps erleichtern das tägliche Leben, doch hat die kontinuierliche Nutzung des Smartphones auch Schattenseiten – besonders im partnerschaftlichen Bereich.

Frau mit Smartphone© kaboompics / Pixabay.com
02.02.2015, 07:08 Uhr

Das Smartphone hat sich zu einem stets präsenten Dritten innerhalb einer Zweiergemeinschaft entwickelt. Ob Restaurantbesuch, gemeinsamer Abend auf der Couch oder romantischer Spaziergang – mindestens einer der Partner nimmt bei gemeinsamen Unternehmungen einmal bis mehrmals sein Handy zur Hand - auf Kosten der Zweisamkeit.
Die Online-Singlebörse Dating Cafe ermittelte anhand zweier Umfragen unter seinen Mitgliedern vom Januar 2014 und 2015, dass die zunehmende Smartphone-Nutzung innerhalb einer Partnerschaft zunehmend als negativ empfunden werden würde.
11 Prozent mehr Genervte
Waren es im Januar 2014 noch 73,1 Prozent der Befragten, die den ständigen Griff des Partners zum Handy als beleidigend empfinden würden und zunehmend genervt reagieren, sind es im Januar 2015 bereits 81,3 Prozent. Das entspricht einer Veränderung von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Zahl derer, die die ständige Unterbrechung der Zweisamkeit durch das Smartphone zwar als störend empfinden würden, dieses Verhalten jedoch als normal ansehen, da dies ihrer Meinung nach heutzutage jeder macht, sank um 26,3 Prozent. Im Januar 2014 waren 10,4 Prozent dieser Auffassung, im Januar 2015 nur noch 7,6 Prozent.
“Mit oder ohne Smartphone ist egal, wenn man sich liebt” – die Zahl derer, die sich von der ständigen Präsenz des Smartphones nicht stören lassen würden, sank 2015 ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr um 41,7 Prozent. Haben im Januar 2014 noch 15,7 Prozent der Befragten diese Meinung vertreten, waren es im Januar 2015 lediglich 9,2 Prozent.