Das neue iPhone 3G: Besser und billiger

Rund ein Jahr nach dem Verkaufsstart des Kult-Handys hat Apple nun die zweite Generation des iPhones vorgestellt. Mit UMTS und der Satellitennavigation GPS bietet es jetzt Funktionen, die viele Kunden bislang vermisst haben. Die Preise werden deutlich günstiger, das Einstiegsmodell soll ab 199 Dollar erhältlich sein.

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10.06.2008, 10:20 Uhr

Wohl nie zuvor hat ein Mobiltelefon soviel Aufsehen erregt wie im vergangenen Jahr das iPhone (handytarife.de berichtete ausführlich). Der Einstieg von Hersteller Apple in das Mobilfunkgeschäft beflügelte nicht nur die Phantasie der Kunden, sondern auch die der Aktionäre. Nun wird das Gerät langsam erwachsen: In der zweiten Generation will es endgültig mit den Smartphones der Konkurrenz von Nokia und Blackberry gleichziehen.
Noch schneller im Netz unterwegs
Wie der Zusatz „3G“ bereits hinausposaunt: Ja, das iPhone kann endlich auch UMTS. Vielen Kunden blieb unverständlich, warum ausgerechnet das Handy, mit dem man dank beispielhafter Bedienung so komfortabel im Internet surfen konnte, bisher nur den langsameren Übertragungsstandard EDGE beherrschte. Nun wird es möglich sein, über UMTS und HSDPA um ein vielfaches schneller ins www zu gehen und damit nahe an die Geschwindigkeit des ebenfalls eingebauten W-LANS zu kommen.
Navigation per Satellit
Apple-Chef Steve Jobs hat dem iPhone der zweiten Generation zudem ein GPS-Modul spendiert, das die Navigation über Satelliten ermöglicht, wie es auch bei Auto-Navigationsgeräten funktioniert.
Die Akku-Laufzeit soll durch die beiden Strom-intensiveren Anwendungen UMTS und GPS nicht negativ beeinflusst werden, im Gegenteil: Laut Apple soll nun eine Standby-Zeit von 300 Stunden bei UMTS bzw. eine Sprechzeit von 10 Stunden bei GSM oder 5 Stunden bei UMTS erreicht werden. Bis zu 24 Stunden Dauerbetrieb wird für den Musikplayer angegeben.
Schade nur: Das iPhone 3G Gehäuse besteht aus Plastik, statt wie bisher aus Metall. Außerdem hätte eine Überarbeitung der eher zweitklassigen Kamera dem Relaunch des Handys gut getan.
Neue Software

Die neue Firmware-Version iPhone 2.0, die auf den neuen Geräten laufen wird, soll auch zahlreiche Anwendungen für Geschäftskunden beinhalten. Sie unterstützt Microsoft Exchange ActiveSync und stellt so Push-Dienste für E-Mails, Kalender und Kontakte bereit.
Die Preise fallen
Das neue iPhone  soll ab 11. Juli erhältlich sein und in 22 Ländern gleichzeitig auf den Markt kommen. Der Preis für das 8 GB-Modell soll bei 199 Dollar, für die 16 GB-Variante bei 299 Dollar liegen. Damit unterbietet Apple die Preise für das Vorgängermodell deutlich, vermutlich auch, um die selbst gesetzte Marke von 10 Mio. verkauften Handys erreichen zu können.
Auch das bisherige Vertriebsmodell mit der Exklusivvermarktung durch nur einen Anbieter dürfte wieder in die Diskussion kommen. Bislang ist nicht bekannt, wie und zu welchen Konditionen T-Mobile das neue iPhone vertreiben wird. Da Apple jedoch anscheinend bereit ist, auf Einnahmen aus der bislang praktizierten Umsatzbeteiligung bei T-Mobile zu verzichten, könnte der Bonner Anbieter das Gerät subventioniert auf den Markt bringen. Damit dürfte dem iPhne endgültig der Weg in den Massenmarkt geebnet sein.
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