Daten-Roaming im Ausland: Das Europaparlament will sinkende Preise

Nachdem die Europäische Union erfolgreich die Senkung der Roaming-Gebühren für Handy-Gespräche durchgesetzt hat, sollen nun auch die Preise für Daten-Roaming sinken. Die EU-Kommissarin Viviane Reding sagte am Montag auf einer Pressekonferenz in Budapest, dass die Preise zu hoch seien und die internationale Kommunikation so behindert wird.

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
27.11.2007, 10:28 Uhr

So kosten Datenverbindungen im Ausland beim Netzbetreiber E-Plus 59 Cent pro 50 Kilobyte. Bei Inlandspreisen von 24 Cent pro Megabyte ist der Daten-Verkehr im Ausland also rechnerisch circa 50-mal teurer. So extrem war der Preisunterschied selbst bei den zuletzt monierten Gesprächspreisen nicht.
„Wir können das hinkriegen wie beim Gesprächs-Roaming“
Die EU-Kommissarin Viviana Reding hat die Mobilfunkanbieter bereits aufgefordert, die Tarife von sich aus zu senken. Anderenfalls sieht sich das Parlament erneut gezwungen einzugreifen. Reding: „Wir können das hinkriegen wie beim Gesprächs-Roaming“.
Die von der EU-Kommission ausgearbeitete Verordnung von Preisobergrenzen im EU-weiten Handy-Roaming sind im Sommer diesen Jahres in Kraft getreten. Laut der Verfügung reduzierten sich die Kosten beim Handy-Telefonieren im Ausland um bis zu 70 Prozent. Die Roaming-Gebühren für Datendienste blieben bis dato unangetastet.