Deutsche Post: Briefmarke per Handy

Ein neuer Service der Deutschen Post ermöglicht das Frankieren von Briefen und Postkarten mit dem Mobiltelefon. Mit dem SMS-Dienst „Handyporto“ können Postsendungen jederzeit und überall versandfertig gemacht werden. Zunächst wird das Angebot in Kooperation mit T-Mobile und Vodafone getestet.

Handy Tarifvergleich© George Dolgikh / Fotolia.com
19.08.2008, 11:40 Uhr

Viele Brief-Schreiber haben diese Situation bestimmt schon einmal erlebt: Man muss einen wichtigen Brief verschicken, hat aber keine Briefmarke im Haus und das nächste Postamt hat längst geschlossen. In solchen Fällen soll nach den Vorstellungen der Deutschen Post in Zukunft das Handy die Briefmarke liefern. Der neue Service „Handyporto“ wird derzeit in Zusammenarbeit mit T-Mobile und Vodafone erprobt.
Briefmarke per SMS
Die Anwendung ist einfach: Der Kunde muss eine SMS mit dem Wort „Brief“ oder „Karte“ an die Kurzwahl 22122 senden. Alternativ kann das Porto auch per Anruf bei dieser Nummer bestellt werden. Innerhalb kurzer Zeit erhält der Absender einen zwölfstelligen Code per Kurznachricht, der handschriftlich auf der Sendung notiert wird. Derzeit können lediglich Postkarten und Standardbriefe frankiert werden. Eine Registrierung ist nicht notwendig, da die Kosten über die Handyrechnung beglichen werden.
Fazit: Derzeit nur als Notlösung empfehlenswert
Momentan ist das Porto per Handy jedoch noch ein teures Vergnügen: Die Frankierung einer Postkarte kostet 85 Cent, für einen Standardbrief werden 95 Cent fällig. Das sind satte 40 Cent mehr als das reguläre Porto. Hinzu kommen die Kosten für die SMS bzw. den Anruf. Daher ist der Service allenfalls als absolute Notlösung interessant.