Deutsche telefonieren immer noch gern

Das klassische Telefonat steht bei den Deutschen zwischen 16 und 45 Jahren immer noch hoch im Kurs: Für 68 Prozent der Deutschen ist es - nach dem persönlichen Kontakt - das Hauptmittel für die Kontaktpflege. Selbst die Smartphone-süchtige "Heads-Down"-Generation der 16 bis 24-Jährigen kann dem Plausch am Telefon etwas abgewinnen.

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26.02.2015, 10:04 Uhr

Bei ihnen landet das Telefonat immerhin auf Platz drei der beliebtesten Kommunikationswege. Platz eins und zwei belegen Whatsapp und der persönliche Kontakt. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von RealNetworks zum Kommunikationsverhalten der Deutschen.
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Ein weiteres, eher überraschendes Ergebnis der Umfrage: Entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung, Frauen würden ständig telefonieren, wählten 66 Prozent der befragten Männer ebenfalls das Telefon unter die ersten drei Kontakt-Möglichkeiten - im Vergleich dazu waren es "nur" 70 Prozent der Frauen. Das Telefon wird also nicht nur genutzt, um online zu gehen oder um per Whatsapp zu chatten, sondern weiterhin schlicht und einfach auch zum klassischen Telefonieren.
Alltagsstress führt zu Kontaktabbrüchen
Die Umfrage widmete sich darüber hinaus insbesondere der Frage, wie viele Kontaktabbrüche die Deutschen verzeichnen und welche Gründe es gibt, den Kontakt zu diesen Personen bisher nicht wiederbelebt zu haben. Dabei gaben 80 Prozent der Befragten an, mindestens eine Person im privaten Umfeld zu haben, zu der der Kontakt eingeschlafen ist, aber gerne wieder aufleben sollte. Mehr als 50 Prozent haben sogar zu zwei bis fünf Personen keinen Kontakt mehr. Als Grund für die lange Funkstille gaben die Teilnehmer häufig den stressigen Alltag an (rund 60 Prozent). 17 Prozent der Beziehungen sind räumlichen Veränderungen wie einem Umzug zum Opfer gefallen. Nur 22 Prozent aller Befragten gaben einen konkreten Streit oder eine Trennung als Grund an.
Die Sorge, dass der erste Anruf nach langer Zeit unerwünscht sein könnte oder man nicht weiß, wie die Person reagieren wird, lassen 44 Prozent der Befragten davor zurückschrecken, den ersten Schritt aufeinander zu zu gehen. 30 Prozent gaben an, es einfach immer wieder zu vergessen oder einfach keine Zeit dafür zu haben. In Zeiten, in denen über 40 Millionen Deutsche ein Smartphone besitzen, mit dem sie auch mal zwischendurch telefonieren oder Nachrichten schreiben können, eher eine Ausrede als ein zulässiger Grund. Nur bei 22 Prozent gibt es praktische und handfeste Gründe, z.B. dass keine aktuellen Kontaktdaten vorliegen.
Die Umfrage wurde bundesweit unter 1.000 Verbrauchern im Alter zwischen 16 und 45 Jahren im Dezember 2014 durchgeführt.