Die 6 wichtigsten IFA 2015 News

Im Zuge der Internationale Funkausstellung in Berlin wurden eine Vielzahl neuer Wearables, Smartphones und Smart-Home-Produkte präsentiert. Zum Abschluss der Messe informiert die Redaktion von handytarife.de Sie über die 6 wichtigsten Neuerungen, die nicht nur aus der Mobilfunkbranche stammen.

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
09.09.2015, 16:24 Uhr

Sony Xperia Z5

Sony erneuert seine Produktreihe Z5 mit gleich drei verschiedenen Smartphones. Die Basis-Version, und die Modellvarianten „compact“ und „Premium“ besitzen einen nun deutlich größeren Power-Button, in den ein Fingerabdrucksensor integriert ist. Sie sind außerdem alle staub- und wasserdicht nach IP65/68. Ein sehr starker Octacore-Prozessor treibt bei allen Handys das Betriebssystem Android 5.1 an und der interne Speicher wird mit 32 Gigabyte angegeben. Im Z5 ist ein 5,2 Zoll FullHD-Touchscreen verbaut, während die kompakte Variante über einen 4,6 Zoll Display mit HD-Auflösung bedient wird.

Die 23 Megapixel Hauptkamera soll besonders schnell auslösen und nimmt Videos auch in 4K auf. In dieser Auflösung kann sie allerdings nur die Premium-Variante wiedergeben, die als erstes Smartphone weltweit über einen entsprechend hochauflösenden 5,5 Zoll Bildschirm verfügt. Das Z5 compact muss sich kratzfestem Glas vorne und hinten und mit einem Plastik-Rahmen begnügen, während die anderen beiden Modelle Rahmen aus Metall vorzuweisen haben. Die kleinste Version startet bei 549 Euro. Das Z5 wird 699 Euro und die Premium-Variante 799 Euro kosten. Mehrere neue Handys gab es auch bei Huawei, die Sie auf der nächsten Seite finden.

Huawei Mate S

Die Präsentation der Huawei Watch fand schon beim Mobile World Congress im Februar statt, aber nun haben die Chinesen die Preise genannt. Die Uhr wird bei 399 Euro starten und in der teuersten Version 799 Euro kosten. Zum ersten Mal wurde der Weltöffentlichkeit das Huawei Mate S gezeigt, das in jedem Fall haptisch nochmal eins auf den überraschend guten Vorgänger Mate 7 vom letzten Jahr draufsetzt. Der Bildschirm ist auf 5,5 Zoll geschrumpft, wodurch das Mobiltelefon etwas handlicher wird. Wenn auch noch die Kamera das Niveau vom kleinen Bruder Huawei P8 halten kann, dann könnte es sich beim Mate S hier erneut um ein sehr gutes Smartphone handeln.

Ein Geheimtipp aus dem letzten Jahr war das Huawei G7, das Selfie-Freunden ein gut verarbeitetes Phablet mit toller Akustik zu einem fairen Preis zur Seite stellte. Ein ausführlicher Test wird zeigen müssen, ob das in Berlin vorgestellte G8 ein würdiger Nachfolger ist. Mit zwei Einsteiger LTE-Modellen für 129 bzw. 149 Euro präsentierte Huawei außerdem das Y5 und Y6. Beide bieten das aktuelle Google Betriebssystem Android 5.1 und die herstellereigene Benutzeroberfläche EMUI 3.1 angetrieben von einem schwachen Quadcore-Prozessor. Mit welchen technischen Spezifikationen genau die Modelle ihren Weg in den deutschen Handel finden, wird sich nicht nur hier, sondern auch bei Alcatel auf der nächsten Seite noch zeigen.

Alcatel GO Watch

Wer vermisst eigentlich die großen Casio G-Shock Digitaluhren? Wer gerne wieder sein Handgelenk mit so einem Zeitmesser schmücken möchte, aber dabei die Technik des 21. Jahrhunderts nicht missen will, der könnte bei Alcatel mit der GO Watch fündig werden. Diese auffällige Smartwatch verbindet sich per Bluetooth mit Android-Handys, wie auch dem iPhone. Dann wird man am Handgelenk über eingegangene SMS, E-Mails, Anrufe und das Wetter benachrichtigt. Außerdem sammelt die Uhr Bewegungsdaten und kann die Herzfrequenz messen.

Mit dem Alcatel Pop Star wurde neben weiteren Handys ein Smartphone für Individualisten vorgestellt. Zwar sind bisher weder der Preis noch die genauen technischen Daten bekannt, jedoch soll es das Mobiltelefon in verschiedenen Kollektionen geben: Die farbenfrohe und „Funky-Kollektion“, die edlere „Leder-Kollektion“ und die „Natur-ECO-Kollektion“ im Holz-Design, sowie die „Fashion-Kollektion“ für glamourösere Ansprüche. Doch nicht nur Technik wurde auf der Messe vorgestellt. Unter anderem die Telekom stellte neue Tarife vor, worauf Vodafone umgehend reagierte.

Telekom Magenta Tarife

Die Deutsche Telekom dreht auf der IFA in Berlin auf – bei den im vergangenen Jahr eingeführten MagentaMobil Handytarifen erhalten Kunden ohne Aufpreis jetzt mehr Datenvolumen bei einer höheren Downloadrate. Zudem startet das Bonner Mobilfunk-Unternehmen ein besonderes Angebot für Kinder. Darauf reagierte Vodafone und löste in den Tarifen Red 1.5 und Red 3 die Speedbremse. Nun ist für die Nutzung des Highspeed-Datenvolumens die maximal verfügbare Übertragungs-Geschwindigkeit zugelassen. Außerdem erhöht der Anbieter für alle Neukunden und Vertrags-Verlängerer in diesen Handytarifen noch die inkludierten Daten-Pakete um 33 Prozent.

Wie das im Detail aussieht, lesen Sie in unseren News-Beiträgen „Telekom: Tarif-Verbesserungen & Kinder-Tarif“ und „Vodafone-Tarife: Mehr Speed & Daten fürs gleiche Geld“. Auf der nächsten Seite zeigen wir die vielversprechende neue Smartwatch von Samsung.

Samsung Galaxy Gear S2

Samsung könnte mit der Smartwatch Galaxy Gear S2 ein deutlicher Schlag gegen Apple gelungen sein. Die Uhr wird es in drei Varianten geben, wobei die Version mit dem Beinamen „Classic“ edler und teurer daherkommt. Sie wird 449 Euro kosten. Die sportlichere Variante mit Silikon-Armband und minimal anderen Abmessungen soll bei 379 Euro liegen. Die 3G-Version wird der sportlichen Galaxy Gear S2 ähneln mit minimal geänderten Abmessungen, größerem Akku und einer eSIM, um auch ohne Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone ins Internet gelangen zu können.

Die zunächst gegenüber dem deutlich weiter verbreiteten Android Wear Betriebssystem von Google für Wearables belächelte Samsung Eigenentwicklung Tizen entfaltet ihr Potenzial mit einem eigenen aufgefrischten Bedienkonzept. Anstatt nur den Touchscreen zu verwenden, verfügt die neue Smartwatch über eine Lünetten, also einem drehbaren Ring um das Display, womit man nun im Menü scrollt und auch wie beim Mausrad ein haptisches Feedback bekommt. Das Hindurchwischen entfällt und somit reduzieren sich auch die Spuren davon auf dem Touchscreen.

Leider wurde auf der IFA nicht das Samsung Galaxy S6 mini präsentiert. Das Galaxy S6 Edge+ bleibt die letzte Smartphone-Neuheit der Koreaner, die aber die Messe auch nutzten, um eine eigene Plattform für smarte Haushaltsgeräte vorzustellen. Wie weit die deutschen Marken, Bosch, Siemens und Miele auf dem Gebiet sind erfahren Sie auf der nächsten Seite mit den "Highlights" der Messe.

Home Connect

Bosch und Siemens stellten die neuen Funktionen ihrer seit einem Jahr verfügbaren „Home Connect“ App vor. Mit ihr können Backöfen, Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen und der Kaffeevollautomat gesteuert werden. Was kann ein smarter Backofen? Er ist der Traum jedes Junggesellen! Einfach den Barcode der Tiefkühlpizza mit dem Smartphone scannen und schon weiß der intelligente Ofen wie lange er auf welcher Stufe heizen soll. Der intelligente Kühlschrank macht bei jedem Schließen der Tür ein Foto vom Inhalt, das über die Applikation abgerufen werden kann, damit man stets seine Vorräte im Blick hat.

Dem Kaffeevollautomaten werden die Bestellungen ab nächstem Jahr per App übermittelt. Es stehen 19 verschiedenen Kaffee-Spezialitäten zur Auswahl, allerdings muss man die Kaffee-Tassen und Latte-Macchiato-Gläser noch selber wechseln. Nicht dass man da durcheinander kommt und den Grande-Cappuccino in die Espresso-Tasse füllt! Wasch- und Spülmaschine werden nun nach dem Befüllen, das man ebenfalls weiterhin selber machen muss, nicht mehr einfach nur eingeschaltet, sondern man plant den Wasch- bzw. Spülgang.

Durch die Kooperation mit der SMA Solar Technology AG startet die Maschine beispielsweise dann, wenn die Photovoltaikanlage auf dem Dach gerade genug Strom produziert. Und die Spülmaschine hat einen „Tab-Counter“: Gehen Spül-Tabs, -Salz und Klarspüler zu neige, dann meldet sich die Smartphone-App und leitet den Nutzer direkt zum Online-Shop weiter. Hier kooperiert Bosch allerding mit der Marke „Finish“ – ob man wohl auch andere Maschinengeschirrspülmittel nachbestellen kann? Bei Miele heißt das System zur Vernetzung der eigenen Haushaltsgeräte „EditionConn@ct“, wobei hier die Waschmaschine, das hauseigene Waschmittel TwinDos nachbestellt.

„Home Connect“ ist eine Entwicklung der BSH-Gruppe, die zu Bosch gehört und Siemens-Haushaltsgeräte als Lizenznehmer herstellt. Nicht zu verwechseln mit Gigaset, die auch mal zu Siemens gehörten, jetzt aber mehr oder weniger Eigenständig sind und auf der IFA 2015 Smartphones vorgestellt haben.