Diensthandy stets im Einsatz?

Arbeitnehmer dürfen ein Dienst-Handy oder einen dienstlichen Laptop nicht von vorneherein ablehnen, wenn es für ihre Arbeit erforderlich ist. Es ist aber rechtlich durchaus in Ordnung, die Geräte nach Dienstschluss abzustellen. Wem von seiner Firma solche Geräte gestellt werden, gehört oftmals zu den höheren Kadern in der Hierarchie.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
08.04.2014, 14:07 Uhr

Die Praxis der beruflichen Nutzung erstreckt sich aber deutlich weiter. Viele Arbeitnehmer sind nach Feierabend telefonisch erreichbar, checken am Wochenende ihre E-Mails oder machen ihr Zuhause per Home-Office direkt zum Arbeitsplatz. Wer von der durchgängigen dienstlichen Erreichbarkeit betroffen ist, wollte die ARAG genauer und befragte mehr als 1.000 Deutsche.
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Fast die Hälfte aller befragten Berufstätigen - 48,0 Prozent - nutzt ihre Mobilgeräte nicht für dienstliche Zwecke und ist daher nur am Arbeitsplatz für den Chef, die Kollegen und Kunden zu erreichen. Feierabend und Wochenende gehören bei dieser Gruppe der Familie oder der Erholung und Freizeit. Allerdings sind es immerhin 40,8 Prozent der befragten Erwerbstätigen, die per Handy immer erreichbar sind - auch für den Chef. Dabei bilden nicht die sogenannten Digital Natives, also die bis 30 Jahre alten Arbeitnehmer die Mehrheit. Der Anteil der Handy-Besitzer mit heißem Draht in die Firma ist in der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen am größten.
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Wer seine Mobilgeräte auch beruflich nutzt, lebt nicht automatisch in der Furcht, dieses könnte jeden Moment klingeln. So sind zum Beispiel 14,2 Prozent der Handybesitzer nur während der Arbeitszeiten telefonisch erreichbar und 36,0 Prozent zwar auch außerhalb der Arbeitszeiten - allerdings nur in Notfällen. Wenn solche Einschnitte in Feierabend, Urlaub und Freizeit die Ausnahme bleiben, werden sie meist toleriert. Weniger als die Hälfte - 48,8 Prozent - aller Handybesitzer gibt an, telefonisch immer erreichbar zu sein; auch nach Feierabend und an Wochenenden.
E-Mails kennen keinen Feierabend
Kein Zweifel: E-Mails haben die Kommunikation am Arbeitsplatz um ein Vielfaches beschleunigt - ganz besonders mit mobilen Endgeräten wie Smartphones. Damit einher geht auch die Erwartung der ständigen Erreichbarkeit. Erstaunlich viele Arbeitnehmer verteidigen ihre Freizeit trotz moderner Kommunikationsmittel: Immerhin 43,1 Prozent der befragten Mobilgerätebesitzer geben an, mit ihren Geräten keinen Zugriff auf Firmenmails zu haben und somit nach Feierabend auch keine dienstlichen E-Mails zu lesen. Mehr als ein Drittel, nämlich 34 Prozent, nutzt ein Smartphone und kontrolliert damit die dienstlichen E-Mails auch an Wochenenden oder nach Feierabend.