Dreistündiger Netzausfall bei Vodafone

Am Abend des 10. April kam es von etwa 18 bis 21 Uhr zu umfangreichen Störungen im Handy-Netz von Vodafone Deutschland. Vermutlich aufgrund eines Wartungsfehlers erfolgte der Absturz eines zentralen Computers und ein Großteil der rund 30 Millionen Vodafone-Kunden musste für rund drei Stunden auf mobile Telefonate verzichten.

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11.04.2008, 17:13 Uhr

„Dies war bundesweit der Fall, allerdings war nicht jeder Nutzer betroffen“, erläuterte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck.
Nicht alle Kunden betroffen
Die Ausprägungen des Computer-Crashs trafen nicht alle Nutzer gleich stark: Während viele Vodafone-Kunden weder angerufen werden noch selbst Gespräche führen konnten war in Teilen des Netzes noch das Versenden von SMS-Kurzmitteilungen sowie Datenübertragung möglich, wie Vodafone-Nutzer gegenüber handytarife.de bestätigten.
Völlig überlastet oder gar nicht erst zu erreichen war auch die Vodafone-Hotline. Zahlreiche Betroffene fühlten sich von ihrem Anbieter schlecht informiert. Vodafone-Sprecher Ellenbeck erklärte, sein Unternehmen wolle das Krisenmanagement verbessern und solche Probleme zukünftig auf der Homepage publik machen.
Ursache menschliches Versagen
Nach Angaben von Vodafone führte menschliches Versagen bei Wartungsarbeiten zum Netzausfall. Dirk Ellenbeck: „Ein Mitarbeiter hat eine falsche Eingabe gemacht“. In der Folge stürzte ein zentraler Computer Vodafone ab, was eine Kettenreaktion auslöste.
Ausreichende Sicherheitsmaßnahmen?
Menschliches Versagen kann naturgemäß niemals völlig ausgeschlossen werden. Dennoch muss sich Anbieter Vodafone fragen lassen, wie es einer einzelnen Person gelingen kann, das gesamte Netz lahm zu legen und rund 30 Millionen Menschen die mobile Verbindung zu kappen. Hier scheint ein Überdenken des Sicherheitskonzeptes dringend an der Zeit.