Ein Jahrzehnt mobile Kommunikation

Mobiles Entertainment, Navigation mit Umgebungsinformationen, E-Mails abfragen - all das war vor zehn Jahren bei Handys längst nicht an der Tagesordnung. Handytarife waren teuer, die Mobiltelefone hauptsächlich zum reinen Telefonieren und SMS verschicken zu gebrauchen.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
28.09.2009, 11:34 Uhr

Mit WAP sollte damals das mobile Internet beim Kunden ankommen - und doch hat es noch acht Jahre gedauert, bis das Netz wirklich mobil nutzbar wurde. Wer heute vom mobilen Internet spricht, meint vor allem Smartphones mit ihrer Vielzahl an internetbasierten Anwendungen.
Mobiles Internet wächst langsam
Die mobile Internetnutzung liegt in Deutschland im internationalen Vergleich zwar auf keinem Spitzenplatz, entwickelt sich aber schnell: "Sieben Prozent der Handybesitzer gehen hierzulande mobil ins Netz, in den USA sind es 16 Prozent, da ist noch eine Menge Platz nach oben", sagte Dr. Bettina Horster vom Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco). "Nichtsdestotrotz entwickelt sich das Handy zum universellen Assistenten: E-Mail und Kurznachrichtendienste sowie Location Based Services und Navigation sind die Trends bei den mobilen Anwendungen."
Mobile Payment kaum gefragt
Nachholbedarf besteht dagegen beim Bezahlen mit dem eigenen Handy. "Mobile Bezahldienste sind zum Beispiel in Entwicklungsländern sehr beliebt und stellen dort eine echte Alternative zum Bankkonto dar“, so eco Geschäftsführer Harald A. Summa. „In Österreich konnte sich M-Payment durchsetzen, weil dort die Mobilfunkanbieter gezielt zusammen arbeiten und Standards setzen. In Deutschland dagegen ist das mobile Bezahlen unter den mobilen Diensten eher ein Nischenprodukt."