„Einfach ran ans Tablet und probieren.“

Das empfiehlt Brigitte Zypries allen Seniorinnen und Senioren. Denn Laut einer Studie von E-Plus und der Stiftung Digitale Chancen zum Umgang von Tablet PCs kann ihnen die moderne Technik helfen, um mit Ihren Enkelkindern in Kontakt zu bleiben. Und was hatten die „Wissenschaftler“ im Berliner BASE_Camp sonst noch mitzuteilen?

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25.06.2015, 11:58 Uhr

An der Podiumsdiskussion im Zuge der Projektvorstellung nahmen Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Lena Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21, und Günter Voß, Senioren Computer Club (SCC) Berlin-Mitte teil. Brigitte Zypries hat ihre Kompetenz nun schon mehrmals unter Beweis gestellt.

Sie kannte schon vor Jahren den Dienst „Google SMS“:

Und zweifelt an der Souveränität der Internetnutzern, da die nicht erkennen, wie attraktiv StudiVZ und SchülerVZ waren und der Tolino doch gegenüber dem Kindle von Amazon ist (ab 27:20 Minuten):

Senioren nutzen Tablet PCs für Kontaktpflege

Die meist über 70 jährigen Studienteilnehmer kamen in Senioreneinrichtungen mit Tablets in Kontakt, die ihnen dort seit 2012 zur Verfügung gestellt und von herausragenden Prominenten wie Ralf Möller überreicht wurden. Die in der Pressemitteilung beschriebene Resonanz von „hunderten“ Teilnehmern beschränkt sich bei genauerem Hinsehen auf die Auswertung von 278 Fragebögen.

Dabei nannten die Probanden als Hauptmotivation zum Umgang mit den Tablets, die Möglichkeit mit Ihrer Familie in Kontakt zu bleiben, speziell mit ihren Enkelkindern. Außerdem wurden „Surfen im Internet“ und „Spiele“ am häufigsten angegeben. Viele Senioren nutzen auch soziale Medien wie Facebook, Email und Nachrichtenportale. Die meisten Probleme traten beim Umgang mit dem Touchscreen, fehlende Bedienungsanleitungen und bei der Einrichtung von Benutzerkonten auf.

Handytarife für Senioren auf einen Blick


Darüber hinaus steuerten die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer auch Navigation/GPS, Google Maps an. Ob ihnen dafür eine Halterung am Rollator zur Verfügung gestellt wurde geht aus der Studie nicht hervor. Um den Senioren beim Einstieg in die Welt der Tablets zu erleichtern gibt es den Ratgeber „Mein Tablet und ich“ von der Stiftung Digitale Chancen.


Zudem sei es eine Möglichkeit um sich die Zeit im Internet zu vertreiben. Um die meist unerfahrenen Senioren im Umgang mit den Geräten zu motivieren, reicht oft eine kleine Hilfe bei Problemen.
„Medienkompetenz ist auch ein Stück Altersvorsorge, sagte Günter Voß. Ob er damit meinte, dass die Senioren ihre Renten-Fonds und Telekom-Aktien nun über ihr Tablet verwalten?