Einkaufen mit Handy und Fingerabdruck

Den Supermarkt der Zukunft gibt es schon heute, zumindest als Versuchsmodell. In einem Real-Einkaufmarkt in Tönisvorst bei Düsseldorf testet der Metro-Konzern seit letzter Woche eine neuartige Technik. Dabei wird das Handy zum interaktiven Einkaufszettel, bezahlt werden kann per Fingerabdruck.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
02.06.2008, 10:55 Uhr

Was wie eine Vision aus einem Science-Fiction-Film klingt, soll in der Praxis schon funktionieren. Der MEA, der „mobile Einkaufsassistent“, ist ein Handy-Programm, welches den Kunden während es kompletten Einkaufsvorgangs unterstützt. Das beginnt schon bei der Zusammenstellung des Einkaufszettels. Dieser wird entweder per Hand eingeben oder man nutzt die Handy-Kamera als Barcode-Scanner. Sie erkennt den Strichcode auf der leeren Packung und setzt das Produkt auf die Liste.
Handy-Kamera als Barcode-Scanner
Auch im Supermarkt selbst kommt diese Technik zum Einsatz. Dort scannt man den Barcode der gekauften Produkte mit der Handy-Kamera ein. Der Artikel verschwindet dann automatisch von der Einkaufsliste und erscheint mit dem richtigen Preis auf dem virtuellen Kassenzettel. Nach Abschluss des Einkaufs erzeugt das Programm dann auf dem Handy-Display einen Strichcode mit dem Gesamtpreis, welcher von der SB-Kasse erkannt wird. Bezahlt wird per Karte oder mittels eines vorher hinterlegten Fingerabdruckes.
Handy als Einkaufsbegleiter nur Übergangslösung?
Neben dem besseren Service für die Kunden versprechen sich die Warenhausketten von dieser Technik natürlich auch die Einsparung von Personal - und somit von Kosten. Ob das Einkaufen mit dem Handy jemals über die Versuchsphase hinauskommt, ist jedoch fraglich, denn es soll nur eine Übergangslösung darstellen. Im nächsten Schritt sollen alle Waren mit einem kleinen Funkchip ausgestattet werden. Ein tragbarer Empfänger, der am Einkaufswagen angebracht ist, soll dann die Funktion des Handys übernehmen. Diese so genannte RFID-Technologie würde das Scannen mit dem Mobiltelefon überflüssig machen.