Ermittlungen wegen Handy-Abzocke

Die EU-Wettbewerbshüter haben jetzt ein Verfahren gegen Vodafone und T-Mobile eingeleitet, weil die beiden Mobilfunkanbieter von den Deutschen überzogen hohe Roaming-Gebühren kassiert haben sollen. Die Europäische Kommission wirft Vodafone und T-Mobile einen Missbrauch ihrer Marktmacht vor. Nach Ansicht der Wettbewerbshüter zahlen deutsche Kunden für das als Roaming bekannte Telefonieren im Ausland deutlich zu hohe Gebühren.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
10.02.2005, 21:02 Uhr

T-Mobile und Vodafone sollen ihre beherrschende Stellung auf dem deutschen Markt ausgenutzt haben, in dem sie überhöhte Roaming-Gebühren kassierten. Roaming bedeutet, dass Kunden einer Mobilfunkgesellschaft beispielsweise im Urlaub das Netz eines anderen Anbieters benutzen (International Roaming). Für diese Verbindungen aus dem Ausland gelten andere Tarife. Die EU-Kommission will gewährleisten, dass die Verbraucher keine überhöhten Gebühren zahlen müssen, wenn sie in Europa auf Reisen gehen.

Die Verfahren gehen zurück auf Razzien, die die Kartellbeamten der Kommission und nationaler Behörden im Juli 2001 bei einer ganzen Reihe von Mobilfunkanbietern in Deutschland und Großbritannien durchführten. Gegen Vodafone und O2 in Großbritannien hat die Kommission bereits im vergangenen Juli Verfahren eingeleitet.