Erster und letzter Blick des Tages gehen aufs Handy

Stets im Auge: Ein Drittel der deutschen Smartphone-Nutzer sieht innerhalb der ersten Viertelstunde nach dem Aufwachen erstmal auf sein Mobiltelefon. Ein ähnliches Bild ergibt sich abends: Ebenfalls etwa jeder Drittel prüft sein Handy nochmal auf Nachrichten oder sonstige News vor dem Einschlafen.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
12.01.2016, 08:23 Uhr

Smarte Devices dominieren zunehmend unseren Alltag. Diesen Trend bestätigt die Deloitte-Studie „Ständig auf Empfang: Neue Nutzungsmuster bei deutschen Smartphone-Usern“.
Quer durch alle Altersgruppen nutzen drei Viertel der Befragten in Deutschland Smartphones, ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während nahezu alle unter 35-Jährigen solche Geräte besitzen, stieg der Anteil unter Rentnern um mehr als die Hälfte (56%).
Infografik: Das Smartphone (fast) immer im Blick | Statista
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Die smarten Geräte sind dabei längst mehr als Telefone: Für die meisten bieten sie Zugang zu Nachrichten, fast 50 Prozent konsumieren mit ihnen über Youtube, Netflix, Zattoo und Co. bewegte Bilder und ca. ein Drittel hört Musik via Streaming oder Online-Radio. Spotify und ähnliche Anbieter sind bei Jüngeren besonders beliebt. In Verbindung mit Set-Top-Boxen, Audiosystemen und TV-Geräten übernehmen Smartphones verstärkt auch in Haushalten die Aufgabe als Medien- und Unterhaltungsdrehkreuz.
Von früh bis spät
Smart Devices bestimmen den Tagesrhythmus: Fast die Hälfte aller iPhone-Nutzer kommt in den ersten 15 Minuten nach dem Aufwachen nicht ohne ein Blick auf das Gerät aus. Für alle Smartphone-Nutzer sind es mehr als ein Drittel, bei den unter 25-Jährigen ist es die deutliche Mehrheit. Auch vor dem Schlafengehen geht bei vielen der Griff zum Handy. Die Mehrheit der unter 35-Jährigen schaut dabei mehr als 25 Mal am Tag auf das Gerät. Auch der überwiegende Teil der Rentner nimmt das Smartphone bis zu zehn Mal in die Hand. Selbst in dieser Altersgruppe gibt es viele Heavy User, die mehr als 25 Mal am Tag nach dem Handy greifen.
Verändertes Nutzungsverhalten
WhatsApp und Co. verändern die Nutzung von Smartphones erheblich, nur noch etwas über 60 Prozent telefonieren regelmäßig mit ihnen. SMS und Mobile Instant Messaging liegen fast auf dem gleichen Wert, wobei die Messenger in den letzten beiden Jahren um über 130 Prozent zugelegt haben. Sogar Rentner texten, anstatt zu telefonieren.
Fazit: Der Blick aufs Smartphone ist mittlerweile für die meisten ein Reflex. Smart Devices sind zentrales Kommunikationsmittel und verändern, wie Menschen sich austauschen. Texten wird immer wichtiger, Sprachtelefonie immer seltener.