Ford präsentiert SYNC 3 und Facelift des Kuga

Was hat handytarife.de am Stand der Kölner zu suchen, wenn die den facegelifteten Ford Kuga präsentieren? Da dort ebenfalls die Europa-Premiere des Infotainment-Systems SYNC 3 mit AppLink stattfand, konnten wir einen ersten Blick auf die Verbindung zwischen einem Smartphone und dem Auto mit der Pflaume werfen.

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22.02.2016, 20:02 Uhr

Das Update des Ford Kuga kann ab Sommer vorbestellt werden und wird erst im Frühjahr nächsten Jahres ausgeliefert. Ihn wird es zwar auch mit dem neuen SYNC 3 geben, doch die ersten Fahrzeuge, die damit gefahren werden können, heißen Mondeo, S-Max und Galaxy. Der Kuga bleibt seine Linie als SUV für alle, die gerne etwas höher sitzen, treu. Er verfügt zwar über einen Allradantrieb, doch bei den meisten Kunden wird dieser wohl kaum im Gelände zum Einsatz kommen.

Hier geht es eher um den Lifestyle, den das Design mit einer recht aggressiven Front, Sicken, Kanten und großen Felgen wiederspiegelt. Viele lackierte Flächen schreien nicht nach Steinschlag, sondern nach asphaltierten Autobahnen. Das neue Infotainmentsystem präsentiert sich hingegen bei der Demonstration auf dem Stand als Allrounder. Apps von Windowsphones werden zwar nicht unterstützt, aber Ford integriert nun auch Apple CarPlay und Android Auto zum verbesserten AppLink hinzu, das sich auf iOS und Android versteht. Wieso dieses doppelte Spiel von Ford?

Das Thema Connected Cars ist auch in Barcelona ein wichtiges, denn das letzte Wort ist auf diesem Wachstumsmarkt noch nicht gesprochen. Wir haben Apple CarPlay und Android Auto im Opel Karl testen können. Während die Bedienung in beiden Fällen an das eigene Smartphone erinnert und nahezu intuitiv ist, so fiel doch auf, dass die beiden Giganten aus den USA sich nicht besonders offen gegenüber anderen Apps zeigten. Insbesondere die Navigation war nur über die firmeneigenen Kartendienste möglich.

Im Interview versicherte uns Don Butler, Chef im Bereich Connectivity von Ford, zwar, dass keinerlei Daten, die nicht für den entsprechenden Dienst notwenigerweise übermittelt werden müssen, an die beiden Datensammler gesendet werden, aber muss man diese Entwicklung wirklich mitgehen? Hier setzt Smart Device Link an. Darüber können App-Entwickler eine Schnittstelle nutzen, damit ihre Applikationen im Auto angezeigt und über die Sprachsteuerung bedient werden können. Dabei gibt der Autobauer den Rahmen der Gestaltung vor, damit die Bedienung Einheitlich und so auch einfacher ist.

So liegt es also bei den Firmen, die ihre Apps auch im Auto nutzbar machen, aber nicht von Google und Apple abhängig sein wollen, ob sie die Schnittstelle suchen. Ob sich das zu einem Flickenteppich entwickelt, weil jeder Autobauer sein eigenes Süppchen kocht, muss sich zeigen. Den gemeinsamen Standard mit Mirrorlink hat man bisher viel zu Stiefmütterlich behandelt. Updates für SYNC 3 bekommen die Fahrzeuge übrigens über WLAN, sodass der Router auch in die Garage funken können sollte. Ford arbeitet aber auch an einer Aktualisierung per USB. Welche Apps jetzt schon kompatibel sind, erfahren Sie im App-Katalog von Ford.

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de