Gebühren für International Roaming zu hoch

Einem Bericht der Tariff Consultancy (TCL) zufolge sind die Preise für Sprach- und SMS-Roaming seit 2007 um die Hälfte gesunken. Pikant: Viele Netzbetreiber richten sich bei der Preisfindung für ihr Roaming-Angebot eher nach den EU-Richtlinien als dem Einkaufspreis. So befinden sich die Tarife selten unter der festgelegten Obergrenze.

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28.01.2010, 16:36 Uhr

Die Roaming-Gebühren für die Datenübertragung innerhalb der Europäischen Union (EU) liegen zudem bei durchschnittlich 5,40 Euro pro Megabyte, der mittlere Einkaufspreis hingegen bei nur 1 Euro, also bei einem Fünftel des in Rechnung gestellten Betrages. Dieser kann außerhalb der EU sogar auf das zehnfache angehoben werden, so haben einige Betreiber ihre geographischen Zonen zur Abrechnung geändert, was für Reisende in Länder wie Norwegen, die Schweiz, die USA und im asiatisch-pazifischen Raum, die zuvor zur EU-Zone zählten, zu höheren Gebühren führen kann.
"Einer der wichtigsten Gründe für die eingeschränkte Roaming-Nutzung ist das fehlende Bewusstsein beim Anwender", sagte Margrit Sessions, Geschäftsführerin von TCL, "in unserer dreijährigen Untersuchung seit 2007 ist es frappierend zu sehen, wie wenig die nicht regulierten Roaming-Gebühren gesunken sind", sagte Sessions.
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