GEMA kündigt Klingelton-Verträge mit BITKOM

Bis Ende Juni sollten alle offenen Fragen zu Tarifen und Abrechnungen bei Klingeltönen und Musik-Downloads geklärt sein. Doch jetzt hat die GEMA einem Verhandlungspartner gekündigt. Insbesondere Klingelton-Anbieter Jamba soll sich wenig kooperativ zeigen.  

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03.07.2007, 11:41 Uhr

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) hatte im Januar 2007 für die Zeit von 2003 bis Ende 2007 Verträge für Ruftonmelodienutzungen sowie Download und Streaming von Musikwerken mit BITKOM, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., geschlossen.
Offene Tarif- und Abrechnungsfragen sollten im ersten Halbjahr 2007 gemeinsam geklärt werden. Nachdem in diesen Fragen kein Ergebnis erzielt werden konnte, macht die GEMA von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und beendete die Verträge mit Wirkung zum 30. Juni 2007.
Laut GEMA-Chef Harald Heker Bitkom sei nicht bereit gewesen, bei Abonnementmodellen eine angemessene Vergütung für die Urheber zu vereinbaren: «Den Mitgliedern der GEMA fehlen somit weiterhin aus der Vergangenheit bis heute Millionenbeträge.»
Jamba soll Einnahmen offenlegen
Jamba, von der GEMA als „aggressivstes Unternehmen im Bereich der Abonnements“ tituliert, sei in dieser Frage nicht zur Offenlegung der Zahlen und zu einigungsfähigen Kompromissen bereit. Gegen Jamba läuft bereits ein Schiedsverfahren der GEMA mit dem Ziel der Offenlegung der Einnahmen und Zahlung der Vergütungen.
Die GEMA vertritt die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über 1 Million Rechteinhabern aus aller Welt.