Gratis WLAN auch in Regional-Zügen

Auch im Zug immer online sein - viele Reisende wünschen sich Internet auch im Regionalverkehr. Jetzt hat DB Regio eine technische Lösung für kostenloses Internet über WLAN entwickelt. Auf ersten Strecken ist WIFI@DB Regio bereits vereinzelt verfügbar, etwa von München nach Augsburg sowie auf der Strecke Kiel–Lübeck–Lüneburg.

Handy Tarifvergleich© George Dolgikh / Fotolia.com
21.11.2016, 15:32 Uhr

Ziel ist es, bis 2020 einen Großteil der regionalen Züge auszurüsten.
  Offenes WLAN, Hotspot und Free-Wifi – wie gefährlich sind sie?
Die DB Regio hat verschiedene WLAN-Systeme getestet. Als leistungsfähigste Lösung stellte sich ein „Multi-Provider System“ heraus, das parallel die Mobilfunknetze der drei Mobilfunkanbieter verwendet, um die bestmögliche Verfügbarkeit und Bandbreite bereit zu stellen. Welche Bandbreite im Zug zur Verfügung steht, ist abhängig von der Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze. Bei schlechter Mobilfunkversorgung entlang der Strecke sorgt das neue Informationsportal für ein Grundangebot, denn es steht auch offline zur Verfügung. Das Portal bietet unter anderem Nachrichten, aktuelle Informationen zur Reise und touristische Informationen.
  WLAN im Zug - wie funktioniert das eigentlich?
Ziel ist es, den Reisenden einen möglichst permanent verfügbaren Internetzugang zu bieten. Daher hat DB Regio die Mobilfunkabdeckung auf 21.000 Kilometern Streckennetz gemessen. Das Ergebnis: Im LTE-Netz konnte die Mindestdatenrate von 10 MBit/s bei der Telekom auf 54 Prozent, bei Vodafone auf 44 Prozent und bei Telefonica o2 auf 35 Prozent der Streckenkilometer erreicht werden. Nur durch eine geschickte Bündelung aller drei Mobilfunknetze kann den Reisenden eine Mobilfunkausleuchtung von etwa 87 Prozent, davon zu 78 Prozent mit LTE angeboten werden. Das heißt: Auf einer 90 Minuten langen Fahrt ist der Reisende rund 15 Minuten ohne Empfang. Für eine zuverlässige Bereitstellung des Internetempfangs sind daher weitere Investitionen notwendig. Die Deutsche Bahn ist mit den Telekommunikationsunternehmen über den weiteren Netzausbau im Gespräch.