Handy als Kreditkarte der Zukunft

Als Alternative zur klassischen Kredit- oder EC-Karte nimmt das Bezahlen mit dem Handy stetig zu. Der Bankkunde kann so bequem aus mehreren Bezahlmöglichkeiten wählen. Das internationale IT-Unternehmen GFT Technologies entwickelt Lösungen für den onlinebasierten Zahlungsverkehr.

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09.02.2010, 10:14 Uhr

"Das Mobiltelefon ist die Kreditkarte der Zukunft", erklärt GFT Vorstandsvorsitzender Ulrich Dietz. In immer stärkerem Maß wird das Handy neben dem Abwickeln von Bankgeschäften auch zum Bezahlen bzw. zum Abheben am Geldautomaten verwendet.
Sicher und flexibel
"Für den mobilen Kunden ist es wichtig, mehrere Möglichkeiten beim bargeldlosen Bezahlen zu haben." so Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender von GFT Technologies. Erst in jüngster Zeit hatten fehlerhafte Karten-Chips dazu geführt, dass rund 30 Millionen EC- oder Kreditkarten nicht verwendet werden konnten. Hier könnten mobile Zahlverfahren die Lösung sein: Fällt die EC- oder Kreditkarte aus, so kann das Handy zum Bezahlen oder Geldabheben bereit stehen.
Beim Mobile Payment liegt der Fokus zunächst auf kontaktlosen Bezahlverfahren. Dabei werden Bankkundenkarten in das Handy integriert und die Funkübertragung auf kurze Distanzen genutzt (Near Field Communication - NFC). Hierbei kommuniziert ein Smart Phone mit einem Bezahlautomaten der Bezahlstelle. Eine zusätzliche Karte ist nicht mehr notwendig.
Transaktionsnummer als Kurzmitteilung
Eine weitere Lösung ohne Karte stellt das sogenannte HalCash dar. Dem Kunden wird dabei eine Transaktionsnummer per SMS auf das Handy zugeschickt, mit welcher er Geld am Automaten abheben kann. In Spanien ist dieses System seit 2006 im Einsatz und wird derzeit von zehn Banken an 12.000 Geldautomaten angeboten. Weitere zwölf Banken in Europa und Südamerika wollen das System im ersten Quartal 2010 einführen; in 40 weiteren Banken in 25 Ländern werden im Moment Testverfahren durchgeführt. Der Vorteil: Bankkunden können, unabhängig von Einsatz einer EC- oder Kreditkarte, auf diese Weise rasch und unkompliziert Bargeld abheben - gerade im Notfall oder als Alternative zu Traveller Checks auf Reisen. Der Kunde profitiert von der einfachen Bedienung und Flexibilität, das Geldinstitut von den geringeren Kosten im Vergleich zum Karteneinsatz. Im Bedarfsfall können mögliche Fehler mit einem Softwareupdate schnell und kostengünstig behoben werden. Zudem gewährleistet ein Identity Management auf dem Handy einen höheren Datenschutz.
Blick in die Zukunft
Mit dem 2009 gegründeten Kompetenzzentrum Mobile Banking ist GFT heute führend bei der Entwicklung von IT-Anwendungen für das Online Banking auf dem Handy (Mobile Banking) sowie von Applikationen für das Bezahlen und Geldabheben mit mobilen Endgeräten (Mobile Payment). "Das Mobiltelefon hat jeder stets giffbereit. Damit stellt es eine logische Alternative zur Nutzung von EC- und Kreditkarten dar", so Ulrich Dietz. Die Möglichkeiten, die das Mobiltelefon inzwischen für das Abwickeln von Bankgeschäften bietet, müssen, so Dietz, auch um mobile Bezahlverfahren ergänzt werden. In diesem Bereich werden in den nächsten Jahren noch zahlreiche weitere Anwendungen entwickelt werden.