Handy & DSL: Vorsicht bei Werbeversprechen

Die Zeitschrift COMPUTER BILD hat die Werbe-Versprechen einiger Handy-, Telefon- und Internetanbieter unter die Lupe genommen. Dabei stießen die Tester bei mehreren Angeboten auf versteckte Zusatzkosten.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
23.01.2008, 14:55 Uhr

Insbesondere bei aggressiven Werbeslogans, die mit Begriffen wie „gratis“ oder „ohne Zusatzkosten“ arbeiten, soll der Kunde auf der Hut sein, warnt COMPUTER BILD.
Ungewollte Zusatzoptionen
Die Zeitschrift nennt einige der konkret entdeckten Fälle. Was häufiger vorkommt: Ein günstiger Preis wird beworben – tatsächlich gilt das Angebot aber nur zusammen mit Zusatzoptionen. „In einer Saturn-Werbebeilage bewirbt Debitel seinen Mini-S-Prepaid-Tarif mit einem Monatsgrundpreis von 5,95 Euro. Dazu kommt aber noch das Jamba-Paket für 1,00 Euro monatlich. Im Talkline Easy-Spar-Tarif mit Multmedia-Pack taucht auf der Rechnung unvermutet eine Vertriebspauschale von einmalig 2,10 Euro (netto) auf. Eine Gebühr von der niemals die Rede war“, so COMPUTER BILD.
Lockangebote und Versprechungen

Auch bei DSL-Anbietern fanden die Tester Grund zur Beanstandung: Versteckte Kosten im Kleingedruckten und scheinbar günstige Lockangebote könnten Kunden, die nicht genau hinsehen, in die Kostenfalle locken. „Der Tarif „Surf&Phone 16000 Komplett“ des Anbieters 1 & 1 enthält Zusatzkosten für ein Sicherheitspaket. Dieses ist sechs Monate kostenlos, schlägt dann aber mit 4,99 Euro pro Monat zu Buche. Die Option „Löschen“ gibt es, sie ist aber so klein geschrieben, dass sie leicht übersehen wird“, so die aktuelle Ausgabe der Computer-Zeitschrift.
Vorsicht beim Kleingedruckten
Generell sollte man als Kunde bei großspurigen Slogans und Versprechungen der Unternehmen erst einmal Vorsicht walten lassen und in jedem Fall die Fußnoten und AGB studieren – oft findet sich hier die eine oder andere Kostenfalle, die im Laufe einer Vertragslaufzeit schnell teuer werden kann.