Handy-Nutzung steigt, Preise fallen

Europa ist im Mobilfunk weltweit führend: Die Zahl der Handyverträge beläuft sich auf 119 % der EU-Bevölkerung (7 Prozentpunkte mehr als 2007) und liegt damit weit vor den USA (87 %) und Japan (84 %). Dies ist eines der Ergebnisse des Forschrittsberichts der Kommission zum Binnenmarkt in der Telekommunikation.

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28.03.2009, 14:00 Uhr

Die durchschnittliche Handyrechnung ist 2008 von 21,48 € auf 19,49 € gesunken, und 75 % der europäischen Verbraucher haben jetzt einen Internetzugang mit 2 Megabit pro Sekunde und darüber (was beispielsweise Fernsehen im Internet ermöglicht).
Handytarife: Verbraucher zahlen 34,5 % weniger als vor fünf Jahren
Die Mobiltelefonie war auch 2008 wieder das dynamischste Segment des Telekommunikationsmarkts. Die Mobiltelefonnutzung nahm von 112 % der Bevölkerung 2007 auf 119 % im Jahr 2008 zu. In Italien, Litauen und Luxemburg liegt die Nutzungsrate bei über 140 %. Im Ergebnis verbringen die Verbraucher mehr Zeit mit Gesprächen und dem Senden von SMS-Nachrichten zu Preisen, die mindestens um 34,5 % unter denen von 2004 liegen.
EU-Länder weltweit führend bei Highspeed-Internet
Die Zahl der Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge über das Festnetz steigt in der EU weiter an: 2008 um 14 Millionen auf insgesamt mehr als 114 Millionen. Dänemark und die Niederlande sind beim Breitband weltweit führend und erreichen damit mehr als 35 % der Bevölkerung. Sie liegen zusammen mit Schweden, Finnland, dem Vereinigten Königreich, Luxemburg, Belgien, Deutschland und Frankreich vor den USA, die im Juli 2008 eine Marktdurchdringung von 25 % aufwiesen.
Auch die mobile Breitbandnutzung wächst stark; hier entspricht die Zahl der Zugänge jetzt 13 % der EU-Bevölkerung. Mobiles Breitband via Datenkarten und Dongles entwickelt sich in Ländern wie Österreich (Zahl der Zugänge entspricht 11,4 % der Bevölkerung), Finnland (9,1 %) und Portugal (8,3 %) zu einer akzeptablen Alternative zum Festnetz-Breitbandanschluss.
Mehr Verbraucher wechseln ihren Betreiber
2008 haben 20,5 Millionen Verbraucher ihren Telefonbetreiber unter Beibehaltung ihrer Festnetz- oder Mobiltelefonnummer gewechselt. Seit der Betreiberwechsel 2003 möglich wurde, hatten bis Oktober 2008 rund 84 Millionen Telefonteilnehmer (17 % der EU-Bevölkerung) davon Gebrauch gemacht.
Während es in Irland oder Malta nur einen Tag dauert, wenn Verbraucher ihren Mobiltelefonbetreiber unter Beibehaltung ihrer Telefonnummer wechseln wollen, dauert es in Polen noch immer 38 Tage, in Italien 15 und in der Slowakei 14 Tage. 
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