Handy-Roaminggebühren: EU-Parlament stimmt Preissenkungen zu

Die Senkung der Handy-Roaminggebühren für das mobile Telefonieren im Ausland rückt näher. Ein Ausschuss des EU-Parlaments hat dem in der letzten Woche gefassten Beschluss zugestimmt und damit den Weg für den nächsten Schritt, die Abstimmung durch die Minister, frei gemacht.

Handy Tarifvergleich© George Dolgikh / Fotolia.com
22.05.2007, 12:02 Uhr

Nach der Abstimmung durch die Minister könnte der Beschluss bereits ab Juli in Kraft treten. Die Mobilfunkprovider haben nach Inkrafttreten für die Umsetzung des Beschlusses jedoch ein Übergangszeit von drei Monaten, sodass die Kunden in diesem Sommer voraussichtlich nicht mehr in den Genuss der niedrigen Preise kommen werden.
Der gefundene Kompromiss sieht folgendes vor: Abgehende Anrufe aus dem Ausland sollen in Zukunft höchstens 49 Cent pro Minute kosten, angenommene Anrufe im Ausland 24 Cent. Als Großhandelspreis sollen 30 Cent pro Minute festgelegt werden. Zu allen Preisen kommt jeweils noch die landesspezifische Mehrwertsteuer hinzu.
Noch nicht beschlossen ist derzeit die Umsetzung der Preissenkungen. So ist es möglich, dass die neuen Roamingpreise für Neukunden automatisch gelten, wobei Bestandskunden diese in Ihrem Tarif erst aktivieren müssen. Eine Regelung für die konkrete Umsetzung muss noch ausgehandelt werden.