Handy-Telefonate im Ausland sollen billiger werden

Vodafone und T-Mobile hatten gerade angekündigt, die bei Auslandstelefonaten innerhalb der EU anfallenden sogenannten Roaming-Gebühren in Kürze deutlich zu senken, die Rede war von 40-50 Prozent. Doch die EU-Kommission lässt nicht locker: Sie fordert nach wie vor, dass Handy-Telefonate in Europa so billig werden wie Inlandsgespräche.  

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09.05.2006, 17:29 Uhr

Die durchschnittlichen Roaming-Kosten liegen derzeit bei rund 90 Cent pro Minute, sie sollen im Laufe des Jahres auf 55 Cent fallen. Analysten schätzen, dass die netzüberschreitenden Gebühren bei den europäischen Anbietern etwa zehn Prozent der Gesamteinnahmen aller Telefongespräche ausmachen und die Handytarife in Reise-Ländern damit eine wahre Goldgrube sind.
Nach den Plänen der EU-Kommission sollen nun die Netzbetreiber sämtliche Gebühren ersatzlos streichen, die bei der Annahme von Handy-Gesprächen im Ausland entstehen. Außerdem sollen dort die gleichen Tarife gelten wie bei einem Telefonat im Heimatland. Noch vor der Sommerpause will die Kommission einen Regulierungsvorschlag vorlegen, der dann im nächsten Jahr in Kraft treten soll.