Handy-Verbot am Steuer oft ignoriert

Fast die Hälfte der deutschen Autofahrer nutzt während der Fahrt ihr Handy. Das ergab eine Studie, welche der Autobauer Ford nun veröffentlichte. Neben dem Telefonieren im Auto verfassen der Studie nach gut 20 Prozent der deutschen Autofahrer SMS-Kurznachrichten und können deshalb in dieser Zeit nur mit einer Hand lenken.

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14.10.2011, 12:00 Uhr

An der Umfrage nahmen insgesamt 4.300 Fahrerinnen und Fahrer aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien teil. Die europäische Umfrage verdeutlicht aus Sicht von Ford, dass ein Großteil der Befragten oftmals sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer durch riskantes Verhalten in Gefahr bringen, zum Beispiel durch das Telefonieren mit dem Handy am Ohr, durch Essen und Trinken am Steuer oder auch durch Schminken während der Fahrt.
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 Nahezu die Hälfte der befragten deutschen Teilnehmer der Studie erklärte, sie hätten ihr Handy bereits während der Fahrt genutzt, oftmals zum Telefonieren. Der Vergleichswert für Großbritannien: 6 Prozent. Italienische Autofahrer haben der Studie zufolge das größte Selbstvertrauen in ihre fahrerischen Fähigkeiten: Rund 50 Prozent sind sich sicher, den Führerschein auf Anhieb nochmal zu bestehen.
Weitere Umfrageergebnisse, bezogen auf Deutschland: 66 Prozent gaben zu, gelegentlich am Steuer zu essen und zu trinken. 72 Prozent lenken oft mit nur einer Hand, etwa jeder fünfte erklärte, während der Fahrt SMS-Nachrichten zu schreiben. Die Frage, ob Männer oder Frauen die besseren Autofahrer sind, wird in Deutschland knapp zu Gunsten der Männer beantwortet, allerdings gab es in diesem Zusammenhang insgesamt 57 Prozent Enthaltungen. Ganz im Gegensatz zu Frankreich, dort steht für 50 Prozent der Befragten fest, dass Frauen die besseren Autofahrer sind.