Handy-Verbot in Stockholms U-Bahn

Wer in Stockholm die U-Bahn oder den Bus nimmt, muss sich demnächst auf Klingelton-freie Zeiten gefasst machen. Denn zum 21. August sollen im Nahverkehrssystem "Stockholm Lokaltrafik" der schwedischen Hauptstadt "Nicht-Mobil-Zonen" in Bussen, U-Bahnen, S-Bahnen und den Regionalbahnen eingeführt werden.  

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03.06.2006, 13:43 Uhr

Die Nahverkehrsdirektion der schwedischen Metropole entschied, je nach Möglichkeit zwischen 15 und 30 Prozent aller Plätze in den Transportmitteln mit dem Verbot zu belegen. Die Kosten für die aufwendige Beschilderung werden auf über 60.000 Euro geschätzt. Allerdings sollen Verstöße gegen das Handy-Verbot - zumindest in der Anfangsphase - nicht rechtlich verfolgt werden. Dementsprechend sind vorerst auch noch keine Kontrolleure dafür vorgesehen.
Elektrizitätsüberempfindlichkeit bei zahlreichen Reisenden wurde als Grund für das kommende Verbot angeführt, zudem störe das ständige Gebimmel und Gerede auch die übrigen Fahrgäste. Gegen diese Argumentation regt sich jedoch auch zahlreichen Widerstand, denn die Schweden telefonieren oft und lange mit ihren Mobiltelefonen.
Bei einer Reise in die skandinavische Stadt gilt es also demnächst genau aufzupassen, wo man sein Handy einschaltet und telefoniert, sonst könnte man noch mehr genervte Blicke ernten als sonst.