Handy-Zukunft: Mobiles Internet 25x schneller als heute

T-Mobile hat zusammen mit Nortel die Netztauglichkeit der sogenannten LTE-Technologie unter Alltagsbedingungen getestet. Da das mobile Internet in Zukunft deutlich stärker genutzt werden wird, brauchen die Anbieter neue Übertragungsstandards. LTE soll Datenübertragungen auf mobile Endgeräte mit bis zu 170 Mbit/s ermöglichen.

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11.11.2008, 17:00 Uhr

Beim Test funktionierte auf einer vier Kilometer langen Strecke die Übertragung von zwei parallelen HDTV-Fernsehübertragungen und einer Videokonferenz aus einem fahrenden Fahrzeug über verschiedene Funkzellen hinweg unterbrechungsfrei und ohne Qualitätseinbußen. Funkzellen sind die Sendebereiche einer Basisstation (Sendemast) des Mobilfunknetzes.
Nächste Netzgeneration soll UMTS ablösen
Da das heutige UMTS-Netz (3. Generation / 3G) den Datenmengen der Zukunft nicht mehr gewachsen sein wird ist die Suche nach einem Nachfolgestandard bereits in vollem Gange. Mit UMTS in seiner schnellsten Ausprägung (HSDPA) können Daten mit maximal 7,2 Megabit in der Sekunde übertragen werden. LTE (Long Term Evolution; 4. Generation / 4G) soll auf bis zu 170 Mbit/s kommen. Die Zwischenstufe HSPA+ (für die neue Hardware erforderlich wäre) will T-Mobile überspringen und wahrscheinlich gleich auf LTE setzen.
Die User des mobilen Internets werden bereits in wenigen Jahren die reibungslose und flächendeckende Übertragung von Anwendungen nutzen wollen, die sehr hohe Anforderungen an Bandbreite und Latenzzeiten stellen. Dazu zählen beispielsweise hochqualitatives Fernsehen (HDTV) und Online-Gaming. Weitere Tests sollen nun die Leistungsmerkmale und den Nutzen von LTE genauer analysieren und herausfinden, ob LTE den besten Ansatz für die nächste Netzgeneration darstellt.