Handys für Menschen mit Behinderung

Wer körperlich oder sensorisch eingeschränkt ist, weiß die Vorteile der mobilen Kommunikation besonders zu schätzen. Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, der am 3. Dezember stattfindet, gibt das Informationszentrum Mobilfunk Tipps zur Auswahl des passenden Mobiltelefons.

Smartphone im Café© Drobot Dean / Fotolia.com
02.12.2010, 22:00 Uhr

Aus dem Alltag ist das Mobiltelefon nicht mehr wegzudenken. Handys können Sicherheit geben und das tägliche Leben erleichtern. Sie helfen dabei, trotz Einschränkung Freiräume im Alltag zu bewahren oder zu erweitern. Doch ist der Umgang mit einem Mobiltelefon oft nicht ganz einfach – möglicherweise sind die Tasten zu klein, ist die Schrift im Display nicht lesbar oder der Ton zu leise. Mittlerweile ermöglicht es modernste Technik, dass sich auch Menschen mit körperlichen oder sensorischen Einschränkungen uneingeschränkt per Handy austauschen können.
Spezialhandys für Menschen mit Behinderung
Sehgeschädigten und Blinden beispielsweise ermöglicht eine Spracherkennungs-Software, Nummern zu wählen und Gerätefunktionen aufzurufen. Darüber hinaus gibt es Software, die SMS vorliest und gesprochene Antworten darauf in Kurznachrichten umwandelt. Für Blinde ist auch eine Kombination aus Handykamera und Sprachsoftware nützlich: Die Kamera fotografiert Schilder, Zeitungen, Telefonbücher und Speisekarten - die Software setzt das Bild in Text um und liest diesen per Sprachausgabe vor. Eine Software lenkt mit gesprochenen Ansagen die Blinden beim Fotografieren der Objekte. Andere blindengerechte Mobiltelefone und Organizer besitzen statt eines Displays eine Braille-Zeile, auf der über kleine Drahtstifte Buchstaben dreidimensional in Blindenschrift abgebildet sind.
Modern und hilfreich
Für taubstumme Menschen wurde eine Technik entwickelt, die die Inhalte eines Anrufs in einen Text übersetzt, der auf dem Display des Handys erscheint. Nützlich sind auch visuelle Warnsignale bei eingehenden Anrufen oder Nachrichten. Bluetooth ermöglicht es, eine direkte Funkverbindung vom Handy zum Hörgerät herzustellen. Das Telefon wird damit drahtlos in das Ohr des Hörgeräte-Trägers projiziert.