Handytarife: Hohe Kosten durch schlechte Taktung

Nur ein kurzer Anruf, der an die Mailbox weitergeleitet wird, und dann schnell wieder auflegen: nach drei Sekunden ist die Verbindung wieder unterbrochen. Obwohl täglich tausende Telefonate nach diesem Schema ablaufen, wird dafür bei vielen Tarifen eine volle Minute abgerechnet.

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28.01.2009, 16:48 Uhr

Diese Abrechnungspraxis kostet Kunden mehr Geld als man gemeinhin vermutet. Eine Studie der Universität Frankfurt kommt zu dem Ergebnis, dass 60 Prozent der Telefonate unter einer Minute dauern und 20 Prozent sogar kürzer als zehn Sekunden sind. Bei Abrechnung im Minutentakt entstünden so Mehrkosten von durchschnittlich 40 Prozent.
Sekundentaktung bietet Sparpotential
Bei den Minutenpreisen gibt es mittlerweile nur noch sehr begrenzt Sparpotential, da die Konkurrenz unter den Netzbetreibern die Minutenpreise bereits bis an die Schmerzgrenze getrieben hat. Hier lohnt es sich zu schauen, welcher Wettbewerber die bessere Mobilfunk-Taktung anbietet. Am fairsten ist immer der Sekundentakt: Hier zahlt der Kunde wirklich nur für die Zeit, in der er auch wirklich telefoniert hat.
Die meisten Mobilfunkdiscounter bieten leider oft noch den kostenintensiven Minutentakt. Manche Netzbetreiber bieten Vertragskunden jedoch die Möglichkeit, auch während laufender Verträge gegen Gebühr in den günstigeren Zehn-Sekunden-Takt zu wechseln. Wegen der Gebühr lohnt sich dies allerdings meist nicht für Wenigtelefonierer.
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