Handyverbot im Flugzeug: Achtung Geldstrafe

Jeder fünfte Handybesitzer in Deutschland schaltet sein Mobiltelefon im Flugzeug nicht aus. Häufig passiert das völlig unabsichtlich: Bei jedem zehnten Passagier ist Vergesslichkeit der Grund. Einige Reisende ignorieren die Sicherheitshinweise allerdings bewusst, weil sie das Verbot für unsinnig halten.

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04.05.2010, 11:10 Uhr

Damit nehmen Passagiere Geldstrafen oder Schadenersatzzahlungen von bis zu mehreren Hundert Euro in Kauf. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der E-Plus Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Marktforscher Toluna.
Störungen vermeiden
Bisher gestatten nur drei Fluggesellschaften die Handynutzung an Bord. Dabei ist es europäischen Fluglinien seit 2008 offiziell erlaubt, Passagiere auch in luftiger Höhe telefonieren zu lassen. Vorausgesetzt, das Flugzeug verfügt über eine spezielle Handy-Technik, durch die auch empfindliche Bordinstrumente nicht gestört werden. Sicherheitsbedenken sind aber nicht der einzige Grund, warum Mobiltelefone weiterhin ausgeschaltet bleiben müssen. Viele Fluglinien wollen die Mehrheit der Reisenden schützen, die sich an lauten Telefonaten und klingelnden Handys stört. Als Alternative ermöglichen einige Gesellschaften den Fluggästen, im Internet zu surfen oder Kurzmitteilungen zu versenden. Besonders Geschäftsleute können so ihre Zeit im Flieger nutzen, ohne Mitreisende zu stören.
Vorher informieren
Wer trotzdem nicht auf Telefonate verzichten will, sollte sich für eine Fluggesellschaft entscheiden, die über die entsprechende Technik verfügt und Handygespräche über den Wolken erlaubt. Aber: Telefonieren im Flugzeug ist teurer als gewöhnlich. Die Kosten für ein einminütiges Gespräch über den Wolken liegen zwischen 2,89 und 4,41 Euro. Die genauen Kosten hängen davon ab, bei welchem Anbieter sich das Handy über Satellit einwählt und wie hoch die Nutzungsgebühren für das fremde Mobilfunknetz sind. Sowohl in Hinblick auf die Mobilfunkregeln als auch die Telefonkosten gilt daher: Wer sich im Vorfeld schlau macht und gut informiert in den Flieger steigt, muss keine unangenehmen Überraschungen befürchten.