Huawei kommt mit Smartphone-Tablet-Mix zum MWC

Huawei präsentierte am Sonntag, noch einen Tag vor dem offiziellen Start des Mobile World Congress in Barcelona, einen Mix aus Smartphone, Tablet, Phablet und Smartwatch. Dabei wurde mit Superlativen nicht gegeizt und handytarife.de war live vor Ort und berichtet, was uns alles aufgefallen ist.

Huawei© Huawei Technologies Co., Ltd.
23.02.2014, 21:58 Uhr

Huawei als Marke

Die Präsentation begann mit dem Executive Vice President Colin Giles begann mit ein paar Zahlen, um die versammelte Medienlandschaft ind die Erfolgsgeschichte des chinesischen Konzerns Huawei einzuführen. Seit der Präsentation des Huawei Ascend P6 im Sommer 2013 in London wurden 3 Millionen Smartphones dieses Modells weltweit verkauft. Insgesamt konnten die Chinesen 52 Millionen Handys absetzen. So avancierte Huawei in den letzten beiden Quartalen des vergangenen Jahres zum drittgrößten Smartphone-Produzenten. Dieses Wachstum soll im Jahr 2014 fortgeführten werden. Insbesondere Huawei als Marke soll gestärkt werden, sodass 95 Prozent der hergestellten Endgeräte mit dem Markennamen versehen sein sollen, wodurch die Auftragsproduktionen abnehmen wird.

Huawei like a G6

Der im Anschluss aufgetretene Chief Marketing Officer Andrew Connell stellte einen mobilen Wifi-Hotspot mit LTE vor, der den Namen E5768 trägt. Interessanter war aber das Huawei Ascend G6, das nichts mit dem gleichnamigen Flugzeug zu tun hat. Dieses Handy trägt, wenn es nach dem Marketing geht, das Motto „Sharing“. Man soll es also viel einfacher haben sein Leben mit anderen zu teilen. Das funktioniert in den Augen von Huawei zunächst durch den verbauten LTE-Chip, der bei entsprechendem Tarif schnelle Internetverbindungen möglich macht.

Zweitens teilen sich die Menschen in erster Linie über Fotos mit, weswegen die verbauten Kameras eine besondere Rolle spielen. Die rückseitig verbaute 8 Megapixel Kamera kommt noch bescheiden daher und soll mit der „Smile and Voice activation“ auftrumpfen. Sie löst von alleine aus, wenn alle auf dem Foto lächeln oder man den passenden Sprachbefehl gibt. Die Frontkamera wird dem Selfie-Trend gerecht und löst nun mit verhältnismäßig hohen 5 Megapixel auf. Außerdem kann sie in einem besonders weiten Winkel aufnehmen, womit Huawei den Gruppen Selfie-Trend einläuten will.

Das Ascend G6 orientiert sich an der Designsprache des Ascend P6 und übernimmt leider auch den seitlich liegenden Kopfhörer-Anschluss. Huawei wird das Smartphone in einer Vielzahl Farben zum Preis von 249 Euro ab April anbieten. Dazu kommt auch kunterbuntes Zubehör, wie externe Akkus, Bluetooth-Lautsprecher und Headsets, in den Handel.

Mediapad M1: Zwillinge von unterschiedlichen Müttern?

Für 299 Euro bekommt man ein 8 Zoll Tablet mit zwei Frontlautsprechern, das sehr dünn ist und einen recht großen Akku zu bieten hat. Das besondere in dieser Preisklasse ist sicherlich die Unterstützung des Daten-Turbos LTE. Ein 1,6 Gigahertz Dualcore-Prozessor treibt das Tablet mit Android 4.2 und der eigenen Benutzeroberfäche EmotionUI an. Die 8 Gigabyte internen Speicher gibt es ab Werk und lassen sich per Micro-SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Der Marktstart ist für das zweite Quartal 2014 vorgesehen. Die Ähnlichkeit von HTC One und Huawei Mediapad M1 ist unbestreitbar:

Riesiges Phablet: Das Mediapad X1

Den Höhepunkt der Veranstaltung stellte der Chief Executive Officer Richard Yu vor. Huawei stellt dabei eine durchaus beeindruckendes Stück Technik vor, bei dem sich allerdings die Frage stellt: Wer braucht das?

Zu den Fakten: Huawei vergleicht sich gerne mit der Konkurrenz. In diesem Fall hat man das Apple iPad mini und das Google Nexus 7 herangezogen und kommt zu dem Ergebnis, dass Huawei das kleinste, dünnste, leichteste Tablet mit dem schlankesten Rahmen baut, mit dem man auch noch telefonieren kann. Bei der Präsentation sprach man von einer Zusammenführung von Laptop, Tablet und Smartphone?!

Das 7 Zoll Display löst in Full-HD auf und hat links und rechts einen Rahmen, der nur 2,99 Millimeter breit ist, weil Huawei einen Weg gefunden hat die dort vom Touchscreen abgehenden Drähte extrem dünn zu machen. So ist es nicht zu breit, um es noch mit einer Hand halten zu können und auch kürzer als seine Konkurrenten. 7,18 Millimeter sind außerdem wirklich sehr dünn und 239 Gramm sehr leicht. Das Mediapad X1 wird aus Aluminium gefertift, wobei die Antenne für einen besseren Empfang hinter Plastik untergebracht wurde.

LTE, eine 13 Megapixel Kamera auf der Rückseite und eine mit 5 Megapixeln an der Front, 1,6 Gigahertz Quadcore-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, 16 Gigabyte interner Speicher, der dank Micro-SD-Slot um bis zu 64 Gigabyte erweitert werden kann und ein riesiger 5000 mAh Akku, der mithilfe eines Kabels auch als externe Energiequelle angezapft werden kann bilden das Gesamtpaket, das im zweiten Quartal für 399 Euro auf den Markt kommen soll.

Hört sich nach einem fairen Preis an, doch so sieht es aus, wenn man damit telefoniert:

Huawei Talkband als Multifunktions-Wearable

Zu guter Letzt springt Huawei nun auch auf den Wearable Zug auf und verbindet Smartwatch und Headset. Für 99 Euro bekommt man eine Bluetooth-Headset, bei dem man den Ohrstöpsel abnehmen und dann in eine Armband einsetzen kann. Auf dem Display lassen sich dann Informationen anzeigen und allerlei Sensoren messen zum Beispiel wie viel man sich bewegt und wie gut man schläft. Damit liegt Huawei also voll im Trend.

Jérôme Lefèvre / handytarife.de