Im Urlaub besser auf Online-Banking verzichten

Schnell eine Überweisung erledigen oder den Kontostand prüfen: Online-Banking ist bequem und überall möglich - auch im Urlaub. Doch das kann mit hohen Risiken verbunden sein. Wer am Urlaubsort öffentlich zugängliche Computer oder Netze für Online-Banking nutzt, muss damit rechnen, dass Betrüger persönliche Daten ausspähen.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
18.07.2014, 12:30 Uhr

„Im schlimmsten Fall räumen sie im Anschluss das gesamte Konto leer", sagt Mirko Saam, Sicherheitsexperte bei der R+V Versicherung. Er rät, auf Bankgeschäfte zu verzichten oder sie nur telefonisch zu erledigen.
Internet-Cafés, "Free Wifi" (also kostenloses WLAN) oder Hotel-Computer: Nutzer haben keine Garantie auf Viren-Schutz, Firewall oder Datensicherheit bei öffentlichen Geräten und WLAN-Netzen. Oft sind die Rechner veraltet und wichtige Updates fehlen. Oder die Systeme sind mit Schadsoftware infiziert. "Am besten erledigen Urlauber alle wichtigen Finanzangelegenheiten vor ihrer Reise", so der Experte. "Dasselbe gilt für Internet-Buchungen mit Kreditkartenzahlung, beispielsweise Flüge oder Hotels."
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Die sicherste Methode für unvermeidbare Bankgeschäfte: im Bankinstitut anrufen oder eine Filiale vor Ort aufsuchen. Auch ein eigenes Notebook oder Laptop mit Surfstick ist besser als ein fremdes Gerät. Allerdings können so im Ausland durch Datenübertragung beim International Roaming hohe Kosten entstehen.
Das mTAN-Verfahren via Smartphone ist ebenfalls nur bedingt geeignet. Dabei wird eine TAN-Nummer per SMS auf das Mobiltelefon verschickt. Doch Kriminelle schlagen vermehrt über manipulierte Apps zu. "Im ersten Quartal des Jahres 2014 haben sich die Smartphone-Attacken laut BKA versechsfacht", warnt Saam. "Nutzer sollten Apps nur direkt aus dem App-Store herunterladen."